Bei gesunden Erwachsenen ist das Zika-Virus vergleichsweise ungefährlich und entfaltet nur eher harmlose Symptome. Bei einer Infektion während der Schwangerschaft kann es aber zu erheblichen Schädigungen des ungeborenen Kindes kommen. Seit dieser Zusammenhang entdeckt wurde, arbeiten Pharmafirmen mit Hochdruck daran, einen entsprechenden Impfstoff auf den Markt zu bringen. Die Forschungsarbeit steht dabei allerdings noch ganz am Anfang. Die Firmen Inovio Pharmaceuticals und GeneOne Life Science haben nun aber einen ersten Wirkstoff soweit entwickelt, dass er von den US-Gesundheitsbehörden für erste Studien mit menschlichen Probanden zugelassen wurde. Bis zur tatsächlichen Marktzulassung dürften aber auch bei einem erfolgreichen Verlauf noch einige Jahre vergehen.


Zunächst erfolgen Tests an gesunden Probanden

Denn zunächst einmal handelt es sich lediglich um Tests der Phase I. Dabei wird der Impfstoff an vierzig gesunden Probanden ohne Zika-Virus getestet. Auf diese Weise soll zunächst die Verträglichkeit des Wirkstoffs nachgewiesen werden. Erst in späteren Phasen muss dann auch tatsächlich der Beweis erbracht werden, dass die Impfung vor einer Erkrankung schützt. Die Tests der Phase I sollen dabei bereits in den nächsten Wochen beginnen. Mi den Ergebnissen ist dann im Laufe des Jahres zu rechnen. Aktuell trägt der Impfstoff noch den Namen GLS-5700. Im Falle einer Markteinführung dürfte er aber noch eine etwas eingängigere Bezeichnung erhalten.


Auch Rio ist vom Zika-Virus betroffen

Das Zika-Virus wird ähnlich wie Malaria oder das Gelbfieber durch Moskitos übertragen. Das brasilianische Militär ist daher beispielsweise bereits ausgerückt und hat versucht, Rio möglichst von Mücken zu befreien. Dort sollen im August die Olympischen Spiele stattfinden. Langfristig könnten zudem gentechnische Veränderungen helfen. So ist es möglich, Moskitobestände durch die gezielte Aktivierung eines Unfruchtbarkeitsgens zu dezimieren. Im Kampf gegen Malaria half zudem der konsequente Einsatz von Mückennetzen und ähnlichen Schutzmaßnahmen. Gemeinsam mit einem Impfstoff könnte es so gelingen, das Zika-Virus langfristig zu kontrollieren.

Via: Popsci

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