In Deutschland wurden im ersten Halbjahr dieses Jahres so viele Erneuerbare Energien verbraucht wie nie zuvor. Wie aus Daten der „Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen“ hervorgeht, stieg der Anteil der nachhaltigen Energieträger am gesamten deutschen Stromverbrauch um 2,8 Prozent. Die Entwicklung verlief dabei allerdings durchaus unterschiedlich: So legte die Windkraft um stolze acht Prozent zu, während die Energie aus Biomasse ein Plus von immerhin zwei Prozent verzeichnen konnte. Anders sieht das Bild allerdings bei der Solarenergie aus: Hier gab es ein Minus von vier Prozent zu verbuchen – was allerdings vor allem an dem wenig sonnenreichen Frühjahr gelegen haben dürfte.


Windenergie Windräder
Foto: Wind power, Håkan Dahlström, Flickr, CC BY-SA 2.0

Niedrige Temperaturen sorgten für einen höheren Energieverbrauch

Der Anstieg der Erneuerbaren Energien war dabei aus klimatechnischer Sicht allerdings auch notwendig. Denn auch insgesamt ist der Energieverbrauch in Deutschland im ersten Halbjahr gestiegen – und zwar um 1,6 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Gründe dafür sind vielfältig. Eine Rolle spielte dabei das eher schlechte Wetter mit niedrigen Temperaturen, das für einen höheren Energieverbrauch beim Heizen sorgte. Aber auch das gestiegene Wirtschaftswachstum und die leicht erhöhte Bevölkerungszahl trugen dazu bei, dass insgesamt mehr Energie verbraucht wurde. Auf der anderen Seite sorgten Investitionen in die Energieeffizienz dafür, dass der Verbrauch nicht noch stärker zunahm.

Der Verbrauch an Atomstrom ist stark gesunken

Insgesamt wurden in Deutschland im ersten Halbjahr 233 Millionen Tonnen sogenannter Steinkohleeinheiten verbraucht. Auch bei den konventionellen Energieträgern gab es allerdings Unterschiede zwischen den einzelnen Kategorien. So legte der Verbrauch an leichtem Heizöl und Erdgas überdurchschnittlich stark zu. Stein- und Braunkohle hingegen wurden sogar weniger genutzt als im selben Zeitraum des Vorjahres. Noch deutlicher war zudem der Rückgang in Sachen Atomstrom: Dort sank der Verbrauch um stolze fünfzehn Prozent. Offensichtlich haben die Erneuerbaren Energien also vor allem bei der Stromproduktion einen höheren Anteil übernommen, während Wärme für die Heizung zumeist weiterhin auf konventionelle Art erzeugt wird.


Via: FAZ

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