Ganz allmählich erreicht dieser Trend auch die öffentlichen Gebäude: Das energiepositive Bauen hat die Kinderschuhe abgestreift und setzt immer wieder neue Maßstäbe. Ganze Städte sollen demnächst mehr Energie produzieren als sie verbrauchen, und das auf möglichst ökologische Weise. Die Freiburger setzen mit ihrem neuen Rathaus ein Zeichen.


Von <a href="//commons.wikimedia.org/wiki/User:Andreas_Schwarzkopf" title="User:Andreas Schwarzkopf">Andreas Schwarzkopf</a> - <span class="int-own-work" lang="de">Eigenes Werk</span>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0" title="Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0">CC BY-SA 3.0</a>, <a href="https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=59378970">Link</a>
Der Neubau des Freiburger Rathauses noch im Bau-Modus / Von Andreas SchwarzkopfEigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link

Das Gebäude hat genug Energie für andere Verbraucher übrig

Der Neubau steht am Stühlinger, er beherbergt das Freiburger Verwaltungszentrum mit zugehöriger Kindertagesstätte. 840 Mitarbeiter gehen Tag für Tag hier ein und aus, diese Menschen verteilten sich bisher auf 16 unterschiedliche Standorte in der Stadt. Hinter den Kulissen verbirgt sich ein innovatives Energiekonzept, das bisher an öffentlichen Gebäuden noch nie zur Anwendung gelangte – nirgendwo auf der Welt. Das Gebäude versorgt sich nicht nur selbst zu 100 % mit Strom, sondern es gibt auch Energie an andere Verbraucher ab. Damit haben sich die Planer den Deutschen Nachhaltigkeitspreis redlich verdient! »Das neue Rathaus Freiburg ist ein hervorragendes Beispiel für den Vorbildcharakter, den öffentliche Gebäude für die Umsetzung ökologischer und architektonischer Standards haben«, gab die Jury während der Preisverleihung bekannt. Ja, es geht darum, Zeichen zu setzen, das Konzept bekannt zu machen und Nachahmer zu inspirieren.

Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis als begehrte Trophäe

Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis gilt seit 2008 als Europas begehrteste Auszeichnung für herausragendes ökologisches Engagement. Er verteilt sich auf 5 Wettbewerbe für mittlerweile über 800 Bewerber, die sich auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit verdient gemacht haben. Das Ziel liegt darin, sowohl die Wirtschaft als auch den kommunalen Sektor zu nachhaltigem Denken anzuregen und die den ökologischen Wertewandel in der Gesellschaft voranzubringen. Der Preis soll zu mehr Verantwortlichkeit anregen, aber auch daran erinnern, dass umweltfreundliches Handeln durchaus die Wettbewerbsfähigkeit und den Profit erhöhen kann, wenn man die Sache nur richtig anpackt. Wie dem auch sei: Der neue Rathausbau war teuer und hat sicher auch zahlreiche Kritiker aufs Feld gebracht. Nun zeigen sich die Vorzüge, die hoffentlich die hohen Investionen wieder wettmachen.


Quelle: badische-zeitung.de

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