Regelmäßig Sport zu treiben ist im Weltall noch wichtiger als auf der Erde. Denn durch die fehlende Schwerkraft, werden die Muskeln im Alltag kaum beansprucht. Sie müssen also gezielt trainiert werden. Jeder Astronaut auf der Internationalen Raumstation ISS trainiert daher bis zu zwei Stunden täglich auf speziell entwickelten Trainingsgeräten. Dazu gehört auch ein Laufband, auf dem sich die Astronauten festschnallen können. Der Engländer Tim Peake plant dieses Laufband nun für einen ganz besonderen Zweck zu nutzen: Er möchte im April nächsten Jahres am London Marathon teilnehmen – und zwar von der Internationalen Raumstation aus.


Copyright: ESA
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Ein Marathon rund 400 Kilometer über der Erde

Wie alle anderen Läufer auch wird er dabei am 24. April 2016 um 10:00 Uhr Ortszeit starten. Die Straßen von London wird er allerdings nur virtuell auf seinem iPad sehen. Auf dem Laufband im Weltall – rund 400 Kilometer oberhalb der Erdoberfläche – plant Peake dann ebenfalls eine Distanz von 42 Kilometern zurückzulegen. Spezialisten im ESA-Center in Köln werden währenddessen seine körperlichen Daten überwachen, um sicherzustellen, dass er sich nicht übernimmt. Fit genug sollte der Engländer allerdings sein. Immerhin nahm er 1999 bereits einmal auf der Erde am London-Marathon teil und erreichte dabei eine Zeit von 03:18,50.

Die Haltegurte könnten zum Problem werden

Diese Bestzeit wird er im All aber wohl nicht unterbieten können. Als besonderes Problem hat er dabei den Gurt identifiziert, der dafür sorgt, dass der Läufer nicht einfach davongetragen wird. Dieser wirkt wie ein Rucksack und belastet dementsprechend die Schultern. „Nach rund 40 Minuten wird das wirklich unkomfortabel“, weiß Peake zu berichten. „Ich denke nicht, dass ich irgendeine persönliche Bestmarke erreichen werde. Ich habe mir eine Zielmarke irgendwo zwischen 3:30 und 4:00 Stunden gesetzt“. Seine Aktion hat dabei nicht nur sportlichen Wert, sondern soll auch die Hilfsorganisation Prince’s Trust unterstützen, die sich um junge Menschen mit beruflichen oder schulischen Problemen kümmert.


Via: ESA

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