Der Eufy RoboVac 30C von Anker ist aktuell, dank der Amazon Prime Day-Angebote, 35 Prozent günstiger. Wir haben uns den günstigen Staubsaugerroboter einmal angeschaut und für euch getestet. Der RoboVac 30C setzt auf das Chaosprinzip und kommt ohne Kamera und Lasernavigation aus. Mit an Bord sind WLAN-Unterstützung, Pushbenachrichtigungen via App auf Smartphone und oder Smartwatch, sowie die Verknüpfung mit Amazons Alexa (bspw. über die Alexa App auf dem iPhone oder Android Smartphone) oder auch Googles Sprachassistenten.


Unboxing und Technikdetails im Überblick

Eufy schickt den RoboVac 30C in einem handlichen Karton mit Tragegriff. Im Inneren ist dann alles recht gut geschützt und entsprechend sortiert. Die Bedienungsanleitung für den RoboVac 30C fällt gleich in das Blickfeld.


 

Kurz die beiden Seitenbürsten angesteckt und den An-Schalter gedrückt und die grobe Inbetriebnahme ist bereits durch. Die mitgelieferte Fernbedienung muss noch mit den beigelegten Batterien bestückt werden, um die Steuerung zunächst vornehmen zu können. Es empfiehlt sich auch schon einmal ein geeignetes Plätzchen für die Ladestation zu suchen. Empfohlen wird eine Wandfläche mit mindestens einem Meter links und rechts Platz. Ist auch dieser Schritt erledigt, dann versorgt die Ladestation mit Strom und lasst den Roboter (bspw. per Steckertaste oben links auf der Fernbedienung) zum Laden in die Station fahren. Nun kann zunächst das mitgelieferte Zubehör inspiziert werden. Wir finden zwei Ersatzbürsten eine Reinigungsdüse, fünf Kabelbinder, einen zusätzlichen Hochleistungsfilter, einen zusätzlichen Schaumstofffilter, 2 Begrenzungsstreifen (magnetisch und 2x2m) und 4x Klebeband vor.

Der Aufbau in Kurzform

  • Umdrehen und Bürsten anklipsen
  • Sicherheitsaufkleber und Polster entfernen
  • In die Ladestation und mit Strom versorgen

Technische Details und Apps/ Skills für SmartHome und Sprachsteuerung

  • Maße: 32,5 x 32,5 x 7,2 cm, runde Bauform
  • Gewicht: 2,7 kg
  • Farbe: Schwarz und Braun
  • Akku: Lithium-Ionen-Akku mit 2.600 mAh
  • Ladedauer: ca. 5 Stunden
  • Einsatzzeit: laut Hersteller rund 100 Minuten
  • Volumen Schmutzbehälter 0,6 Liter
  • Sprachausgabe: Nur Signaltöne
  • Sprachsteuerung: Amazon Alexa (iPhone Nutzer mit Alexa App und Eufy-Skill) oder Google Assistent
  • Arbeitsweise: chaotisch
  • Motor: Geräuscharm und bürstenlos
  • Saugleistung: 1500Pa
  • Kantenstieg: bis 1,6cm
  • 9 hochmoderne Anti-Kollisions-Sensoren und Treppensensor (stürzt nicht von hohen Kanten oder Treppen)
  • Preis: 189,99 Euro (bis 15.5.2019 direkt beim Hersteller) bis 269,99 Euro
  • Apps: Android und iOS
  • EufyHome RoboVac Alexa Skill

Der RoboVac 30C im Test

Alexa Skill für iPhone

Steuern lässt sich der RoboVac 30C via App oder mitgelieferter Fernbedienung. Zudem könnt ihr den Staubsaugerroboter auch per Sprachsteuerung mittels Alexa oder Google Assistent zur Arbeit auffordern. Der Alexa-Befehl lautet beispielsweise „Alexa, sag RoboVac, er soll die Reinigung starten.“ oder „Alexa, sag RoboVac, er soll das Staubsaugen beenden.“ oder „Alexa, sag RoboVac, er soll zurückfahren.“. Das funktioniert ziemlich gut. Zum Test habe ich mir die Alexa App auf das iPhone geladen und zusätzlich den Eufyhome-RoboVac-Skill installiert. Der Skill muss installiert werden, da der Roboter sonst nicht wirklich erkannt wird. Nach der Installation funktioniert das jedoch recht gut. Mit Amazon Echo beispielsweise dürfte das wesentlich einfacher vonstatten gehen.

Die Einrichtung des RoboVac 30C ist einfach und selbsterklärend. Nach 15 Minuten war alles erledigt. Zunächst habe ich die drei Schritte in der Bedienungsanleitung eingehalten. Dann ging es mit der App weiter. Diese führt ebenfalls Schritt für Schritt zum Ziel. Zwingend notwendig ist die Nutzung der App nicht, da der Roboter auch über die Fernbedienung gesteuert werden kann. Über diese lässt sich beispielsweise auch das 30-Minuten-Schnellreinigungsprogramm aktivieren. Wer die App nutzt, der kann jedoch zusätzlich auch Zeitpläne erstellen. An diese hält sich der Staubsaugerroboter auch ziemlich gut. Es kann für jeden Wochentag eine Zeit eingestellt werden, in der der Roboter seine Arbeit vollrichtet. Es wird dann immer das Programm gefahren, das zuletzt genutzt wurde. Nachdem der RoboVac 30C mit seiner Reinigung fertig ist, sucht dieser wieder selbstständig die Ladestation auf und füllt seine Akkus wieder mit neuer Energie.

Steuerung aus der Ferne

Praktisch ist das Ganze, wenn man das Haus verlässt und den Roboter beispielsweise nochmal 30 Minuten durch das Wohnzimmer oder die Küche oder den Flur schickt. Gefahren wird im Chaosprinzip, das heißt es können keine Räume festgelegt werden. Mittels mitgelieferter Streifen und geschlossenen Türen, kann der Aktionsradius jedoch recht gut vordefiniert werden. Per Pushbenachrichtigung meldet sich der RoboVac 30C auch zu Wort, sollte die Reinigung beendet worden sein, oder wenn Probleme auftreten. So wurde ich beispielsweise per Pushnachricht auf die Smartwatch darüber informiert, dass der RoboVac sich festgefahren hat und teilweise den Kontakt zum Boden verlor. Ich übernahm aus der Ferne und ohne Verbindung in das heimische WLAN die Steuerung und steuerte blind etwas nach hinten und zur Seite, dabei muss sich der RoboVac 30C wieder selbst befreit haben. Im Anschluss schickte ich den Roboter zur Ladestation. Der Akku war etwas mehr als die Hälfte herunter, was mir innerhalb der App gut angezeigt wird.

Die Reinigung auf Teppich und Laminat

Entgegen teureren Modellen, setzt der RoboVac 30C Saugroboter auf die Amöbenstrategie oder auch Chaosprinzip genannt. Das heißt der Roboter verfolgt keine Logik und merkt sich auch nicht wo er bereits gesaugt hat. Das führt dazu, dass Stellen auch einmal doppelt überfahren werden. Einen Nachteil sehe ich hierbei nicht, eher sogar einen kleinen Vorteil. Schließlich kann es bei Staubsaugerrobotern mit Logik vorkommen, dass Schmutzpartikel in eine bereits gesäuberte Bahnen gepustet werden und am Ende liegen bleiben. Das Reinigungsergebnis des RoboVac 30C ist zufriedenstellend und keinesfalls schlechter als bei vergleichbaren Geräten, mit mehr Intelligenz. Allerdings dürfte die Reinigung nach dem Chaosprinzip länger dauern.

Besonders praktisch ist auch die Steigfähigkeit. So „klettert“ der RoboVac 30C auch auf Teppiche mit einer Kantenhöhe von bis zu 1,6cm. Auf dem Teppich angekommen, fährt dieser in die kraftvollste Stufe, da hier auch wesentlich mehr Arbeit als auf Laminat- oder Parkettboden verrichten werden muss. Auf dem Teppich selbst reinigt der RoboVac 30C ebenfalls gut und nimmt alle sichtbaren Schmutzpartikel auf. Je nach Länge der Teppichhaare, hinterlässt dieser jedoch auch Spuren. Das bleibt nicht aus und ist auch logisch. Kurzhaarteppiche
überfährt der RoboVac 30C mit Bravour.

Ladestation

Anfangs hatte der RoboVac 30C ab und zu Probleme die Ladestation so zu befahren, dass diese auch ihren Zweck erfüllt. Das lag vermutlich daran, da nicht ausreichend Platz rechts neben der Station war. Mit einer Ortsverlagerung konnte dieses Problem jedoch gut gelöst werden. Beachtet daher die in der Bedienungsanleitung empfohlene Positionierung mit einem Meter Platz links und rechts neben der Ladestation, dann sollte das mit dem Treffen auch klappen.

Fazit: Was mir mehr und weniger gut gefallen hat

Der RoboVac 30C hat überrascht im Hinblick auf die Reinigung, das schlanke Design und der Kletterfähigkeit, was Teppiche anbelangt. Zudem funktioniert der Absturzschutz super und der Staubsaugerroboter ist echt ziemlich leise. Optimal auch, wenn man abends nocheinmal fix saugen (gezielt per Fernbedienung geht das auch sehr gut von der Couch aus und flott) oder ein kleines Baby mit im Haushalt wohnt. Preis-Leistung stimmen hier und Eufy hat den kleinen Roboter echt gut weiterentwickelt. Auch die aktuelle Rabattaktion ist sehr löblich, da Eufy sich sonst mit großen Marketingaktionen eher zurückhält. Für unter 300 Euro wären ein Lasersensor, Kartenmodus und eine optionale Nassreinigung wohl zu viel verlangt. Daher kann der RoboVac 30C für kleinere Räume durchaus empfohlen werden. Gelungen ist auch die einfache Einrichtung des Roboters und die Installation der App und weiterer Parameter. Das klappt alles Schritt-für-Schritt. Einzig und allein die Tatsache, dass das WLAN-Passwort innerhalb der App eingegeben werden muss bereitet kurz ein wenig Bauchweh. Hier wird auch seitens der sonst sehr positiv ausfallenden Amazon Bewertungen ein wenig kritisiert. Zudem sollten Kabel und Langhaarteppiche vor dem RoboVac 30C versteckt werden. Fährt sich der Saugroboter fest, macht er sich mit einem lauten Piepen und einer Pushbenachrichtigung bemerkbar. Übrigens, ist das kleine Kerlchen einmal abhandengekommen, kann dieser auch per App oder Fernbedienung gesucht werden. Alles in allem ein solider Saugroboter, der ordentlich sauber macht, echt leise ist und mit praktischem Zubehör geliefert wird.

Preis und Verfügbarkeit

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