Anfang des Jahres hat NASA eine Mission mit einem Budget von zwei Milliarden Dollar bestätigt, deren Ziel die Erforschung des Jupitermondes Europa sein wird. Bisher ist die Mission als Fly-By-Mission geplant, aber auch innerhalb der NASA mehren sich die Stimmen, die fordern, dass auch eine Landung auf Europa zur Mission gehören soll.


Foto: NASA/JPL-Caltech
Foto: NASA/JPL-Caltech

Von der Fly-By- zur Lander-Mission

Bei Europa handelt es sich um einen eisbedeckten Jupitermond. Unter der Eisfläche wird mit annähernder Sicherheit ein großer Ozean befindet.

Die NASA hat die Mission zur Erforschung auf den Namen “Europa Multi-Fly-By-Mission” getauft, und genau das ist auch der Plan: Bis zu 45 Mal soll das Raumfahrzeug an dem Mond vorbei fliegen und dabei mit Radartechnologie die Dicke der Eisschicht und die genaue Größe des Meeres vermessen. Dabei soll die Europa-Sonde nicht im Orbit des Mondes verbleiben, sondern in einem hohen Jupiterorbit immer wieder an dem Mond vorbeifliegen, da Europa massive radioaktive Strahlung aussendet.


Die Mission stieß innerhalb der Weltraum-Community auf großen Beifall. Allerdings fordern eine Vielzahl Wissenschaftler, darunter auch Angestellte der NASA, dass die Mission auch eine Landung auf der Oberfläche von Europa einplanen soll. Letzte Woche wurde enthüllt, dass die NASA diese Möglichkeit untersucht.

We are actively pursuing the possibility of a lander. NASA has asked us to investigate: What would it take? How much would it cost? Could we put a small surface package on Europa with this mission?” so Robert Pappalardo, der als Europa Projekt-Wissenschaftler für das Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA arbeitet.

Foto: NASA/JPL-Caltech
Foto: NASA/JPL-Caltech

Leben auf Europa?

Der genaue Charakter der Landung auf Europa steht noch nicht fest. Ziel soll es in jedem Fall sein, weitere Daten zu sammeln. Es scheint unwahrscheinlich, dass die Landungsmission wirklich unter die Eisoberfläche von Europa vordringen wird, da dies zur Zeit die technischen Möglichkeiten übersteigt. Wahrscheinlicher ist, dass die Landungsmission ähnlich wie der “Philae Lander” auf dem Kometen 67P mit einer Vielzahl an Instrumenten die Oberfläche untersuchen wird. Angeblich hat die NASA bei der ESA nachgefragt, ob sie Interesse daran hätte, einen Lander zu entwerfen. Ähnliche Kooperationen gab es in der Vergangenheit bereits.

Eine der dringendsten Fragen rund um Europa ist, aber der Ozean unter seiner Oberfläche mikrobiologisches Leben enthält. Aufgrund der Tatsache, dass der Ozean unter einer dicken Eisschicht liegt, könnte er vor der Strahlung der Sonne geschützt sein. Ähnlich wie in frühen Erdzeiten könnten hydrothermale Schlote die Voraussetzungen für Leben schaffen.

Diese Frage wird die kommende Mission wohl noch nicht beantworten. Zwar gibt es Pläne für Forschungsroboter, die den Ozean auf Europa erforschen sollen, aber es scheint unwahrscheinlich, dass diese Pläne schon für die Mission umsetzbar sind. Allerdings könnte der Grundstein gelegt werden, um in weiteren Missionen eventuell unter die Oberfläche von Europa vorzudringen.

Der Start der NASA-Mission zur Erforschung Europas ist für das Jahr 2022 geplant.

via IFLScience

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2 Kommentare

  1. Brigitte

    16. September 2015 at 13:10

    zum Glück für uns wird es diesen „grauen Eliten“ trotz aller Bemühungen und trotz aller Sehnsucht niemals gelingen, denn eine einfache kosmische Einrichtung verhindert dies: die Frequenzbarriere oder auch Ereignishorizont genannt. Und Diese wissen das, doch werden weiterhin diese Desinformation betreiben, um für ihre Spielchen Geld zu erhalten. Und was auch nicht zu vergessen ist, die mentale Kraft der Menschen zu mißbrauchen, die ihnen glauben.

  2. Alexander Trisko

    16. September 2015 at 19:33

    Das Konzept des Ereignishorizonts ist für dich „einfach“? Das ist interessant, denn selbst Astrophysiker finden das Thema nicht sonderlich „einfach“. Zum Rest: Ähm ja.

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