Anfang August hat das noch recht junge Startup evopark eine Millioneninvestition von Porsche erhalten. Der Dienst ist bereits in 17 Städten verfügbar und in der zweiten Hälfte 2017 möchten die Erfinder der praktischen Parkplatz-App evopark auch erste Gewinne erzielen. Evopark soll das Parken und auch Bezahlen in Parkhäusern intelligenter machen.


Evopark Funktionen

Im April 2013 entwickelte der BWL-Student Max Messing zusammen mit drei Kommilitonen das neue Konzept, welches in Zukunft das Parken in Parkhäusern deutlich eleganter gestalten soll. Ein Jahr nach der ersten Konsultation folgte evopark, samt Geschäftsmodell. Kerngedanke ist es, das Bezahlen in Parkhäusern mittels Ticketziehen und entwerten überflüssig zu machen. Die Lösung ist die evopark-Karte, mit der der Besitzer auf die Schranke im Parkhaus zufährt und diese sich dann automatisch per Funk öffnet. Die Kosten für die Parkhausnutzung werden in der Gänze dann am Monatsende abgerechnet. Das Kramen nach Kleingeld für den Parkautomaten ist damit obsolet. Mit dem evopark-System ausgestattete Parkhäuser nehmen dank der Überzeugungskraft und des geglückten Pilotversuchs in einem Düsseldorfer Parkhaus zu. Ebenfalls praktisch ist auch, dass bereits teilnehmende Parkhäuser in der evopark-App gelistet sind und der Nutzer daraufhin direkt die Navigation zu einem noch freien Parkplatz anweisen kann.


Mitgründer Tobias Weiper erklärte, dass die Idee von evopark recht einfach klingt. Eine der größten Hürden war jedoch zunächst die Parkhausbetreiber von der neuen Technologie zu überzeugen. Zunächst waren viele skeptisch. Umso besser lief dann jedoch der erste große Test in Düsseldorfer Parkhäusern. Die NRW-Landeshauptstadt verfügt nur über wenig Parkplätze im Freien. Es gibt daher sehr viele Parkhäuser, eine optimale Spielwiese also für das Kölner Startup evopark.

Evopark strebt zudem auch Kooperationen mit Gastronomie- und Geschäftsbesitzern an. So konnten schon einige für die Technologie gewonnen werden. Wer Besitzer einer evopark-Karte ist, der kann bei den teilnehmenden Kooperationspartnern ab einem gewissen Umsatz die Parkgebühren gutschreiben lassen. Evopark-Partner und auch Kunde profitieren somit voneinander.

Kosten für den Kunden

Für evopark-Kunden ist die Basisversion kostenlos. Geld wird allerdings durch die Provision eingesammelt, die Parkhausbetreiber an evopark entrichten. Die Provision wird fällig, sobald ein evopark-Kunde im Parkhaus parkt. Für knapp 5 Euro im Monat kann man als Kunde jedoch auch in den Genuss der Businessparkkarte gelangen. Hier erhält der Kunden dann unter anderem eine Monatsabrechnung mit ausgewiesener Mehrwertsteuer. Das ist durchaus praktisch für die Reisekostenabrechnung, wenn man des Öfteren in Parkhäusern parkt und dabei geschäftlich unterwegs ist.

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Kooperationspartner

Nach zwei Jahren am Markt, ist evopark nun in 17 Städten, darunter auch Leipzig, München und Erfurt, verfügbar. Mit dem größten Parkhausbetreiber Europas „Q-Park“ im Boot, hat evopark auch schon recht gute Partnerschaften vorzuweisen. Weitere Partner sind die Axa-Versicherung und der American-Football-Verein Düsseldorf Panther, Auch die frisch gegründete, 100 prozentige Tochter von Porsche, nämlich Porsche Digital GmbH, ist mit im Boot und investierte siebenstellig in evopark. Damit hält das Unternehmen eine Minderheit an Anteilen an evopark. Mit Audi ist ein weitere Autohersteller dabei. Audi- und auch Porschefahrer können mit der evopark-Karte die ersten drei Monate sogar kostenlos parken.

Das Team von evopark hat eine lukrative Nische gefüllt. Bisher gab es nur Dienste, die eine reine Navigation zu noch verfügbaren Parkplätzen ermöglichen oder auch private Stellplätze vermitteln. Zusammen mit Porsche soll in Zukunft noch an weiteren Mobilitätsangeboten gearbeitet werden. Evopark dürfte also noch an Wachstum zulegen.

Evopark in die Höhle der Löwen auf Vox

Evopark ist morgen Abend in der Startup-Show „Die Höhle der Löwen“ auf Vox. Auch hier wollen die jungen Gründer frisches Kapital einsammeln. Vor allem Frank Thelen dürfte von evopark angetan sein. Der App-Experte gilt als heißester Löwe für einen potentiellen Deal.

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