Als die japanische Nationalmannschaft zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 nach Deutschland kam, schlug sie ihr Quartier in Bonn auf. Um den Gästen optimale Trainingsbedingungen bieten zu können, renovierte die Stadt eigens das städtische Fußballstadion. Besonderes Augenmerk legten die Stadtväter dabei auf die Toiletten in den Umkleidekabinen. Diese wurden nicht einfach nur erneuert, sondern auf den neuesten Stand der Technik gebracht und mit allerhand elektronischen Zusatzfunktionen versehen. Denn in Japan sind sowohl die privaten, als auch die öffentlichen Toiletten mit deutlich mehr Technik ausgestattet als die herkömmliche deutsche Toilette.


Ausprobieren ist ausdrücklich erlaubt

Die japanische Firma Toto hat sich nun das Ziel gesetzt, diese technologische Marktführerschaft im Bereich des Toiletten- und Sanitärwesens auch bei ausländischen Gästen stärker ins Bewusstsein zu rücken. Am internationalen Flughafen von Tokio eröffnete das Unternehmen daher eine Toilettengalerie, in der Flugreisende die neueste Technik beobachten und auch selbst ausprobieren können. Zu den komfortsteigernden Features gehören dabei unter anderem ein Bidet, eine Sitzheizung, ein automatischer Duftspender, eine Desinfektionsfunktion und eine elektronische Spülung.


Manager erhoffen sich steigende Exporte

Offizielles Ziel der Firma ist es dabei, die „japanische Toilettenkultur“ zu fördern und weltweit bekannt zu machen. Abgesehen davon dürften sich die Manager aber auch eine Steigerung der Exportzahlen der eigenen Produkte erhoffen. So ist Toto beispielsweise bereits auf dem amerikanischen Markt aktiv und bietet dort eine komplette Toilettenausstattung für rund 3000 Dollar an. Direkt vor Ort am Flughafen in Tokio sollen allerdings keine Artikel erworben werden können.

Bisher sind die japanischen Toiletten vor allem in China äußerst beliebt. Trotz der angespannten Beziehungen zwischen den beiden Ländern, reisen viele Chinesen eigens nach Japan und kaufen dort die hochwertigen japanischen Toiletten. Dieser Privatimport nahm zuletzt solche Ausmaße an, dass sich sogar die „Global Times“, ein Sprachrohr der chinesischen Regierung, mit dem Thema beschäftigte und die eigenen Landsleute für die unpatriotischen Toilettenkäufe rüffelte

Quelle: Dawn

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