In der Logistikbranche spricht man für den letzten Abschnitt, den ein Paket oder eine Warenlieferung zum Endkunden zurücklegt, von der sogenannten „letzte Meile“. Aktuell werden am Rand einer Großstadt oft LKW-Ladungen in kleinere Transporter umgeladen, um diesen letzten Abschnitt zurückzulegen. Renault hat auf der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover mit EZ-Pro eine Studie vorgestellt, die zeigt, wie sich das Unternehmen den Paketverkehr der Zukunft vorstellt.


Bild: Renault

Inspiration durch Pferdekutschen

Laurens van den Acker heißt der Mann, der bei Renault seit 2009 die Zügel in Sachen Design in der Hand hält. Auf der IAA Nutzfahrzeuge sagte van den Acker, dass das autonome Fahren die Branche an den Punkt zurückführt, an dem Pferdekutschen lernten, auf Pferde zu verzichten. Entsprechend ließ er sich bei der EZ-Pro-Studie auch von Kutschen inspirieren. Dementsprechend ist das Resultat nicht schnell, aber wendig und bietet mit 12 Kubikmeter eine Menge Stauraum für Güter.

Ganz ohne Menschen kommt aber auch das EZ-Pro-Konzept nicht auf. Renault hat den begleitenden „Fahrer“ vorerst als „Concierge“ bezeichnet. Aktiv fahren muss dieser nicht mehr. Aber für die letzten Meter von der 4,80 Meter langen Elektrokutsche zum Empfänger ist dann doch noch der Mensch verantwortlich.


Bild: Renault

Mehrere Pods folgen dem Leader-Pod

Das Konzept setzt auf eine Basis, in der der Elektroantrieb sowie die Technik zum autonomen Fahren untergebracht ist, sowie eine Art Aufsatz, der variabel ausgetauscht werden kann, sodass das Fahrzeug an diverse Aufgabenbereiche angepasst werden kann. Für weitere Strecken können sich mehrere der Elektrokutschen zu einem langen, miteinander verbundenen Verband zusammenschließen – dabei gibt es einen „Leader Pod“ sowie mehrere „Follower Pods“ mit mehr Stauraum als der führende EZ-Pro. Sollte doch mal manuelle Steuerung vonnöten sein, soll der „Concierge“ mit einem Joystick die Kontrolle übernehmen können.

Das EZ-Pro-Konzept gehört in eine Serie urbaner Mobilitätsideen, zu denen auch Renaults EZ-Go gehört, ein autonomer Transporter für Menschen.

Bis solche Ideen umgesetzt werden können, werden aber noch Jahre vergehen. Es fehlt nicht nur an der nötigen Infrastruktur, sondern auch an gesetzlichen Rahmenbedingungen. Dennoch ist es gut zu sehen, dass sich die Automobilhersteller entsprechende Gedanken machen.

via Renault

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