Das Geschäftsmodell von Facebook basiert darauf, die hohe Zahl an Nutzern durch Werbung zu versilbern. Dabei hat das Unternehmen allerdings ein distanziertes Verhältnis zu klassischer Internetwerbung. Insbesondere Unternehmensgründer Mark Zuckerberg legt Wert darauf, dass die Werbung nicht überhand nimmt und letztlich Nutzer verschreckt. Deswegen ist es für das Unternehmen wichtig, immer neue Methoden zu entwickeln, um die Nutzungsbeeinträchtigung so gering wie möglich zu halten und den Werbewert für den Kunden dennoch zu erhöhen. Das Unternehmen hat sich daher nun ein Patent gesichert, mit dessen Hilfe besonders einflussreiche Accounts identifiziert werden sollen.


Werbung soll Selbstläufer werden

Die Logik dahinter scheint klar: Unternehmen können zukünftig Werbung explizit für diese einflussreichen Profile buchen. Dies erhöht den Werbewert, weil sich die Werbung so im besten Fall von ganz alleine weiter verbreitet. Die Firmen müssen nicht auf jedem einzelnen Profil Werbung schalten, sondern können darauf hoffen, dass die speziell angesprochenen Profile die Botschaft freiwillig weiter verbreiten.


Bleibt die Frage, wie Facebook die besonders einflussreichen Personen identifizieren möchte. Dazu hat sich der Werbechef des Unternehmens, Andrew Bosworth, eine clevere Messtechnik ausgedacht: Es wird nicht geschaut, wessen Post besonders oft geteilt wird. Vielmehr schaut sich Facebook die Entwicklung der einzelnen Shares an. Gesucht wird dabei die Person, die einen Post teilt und damit dafür sorgt, dass zahlreiche weitere Personen dasselbe tun.

Patentantrag wurde bereits 2011 gestellt

Einflussreich ist also nicht zwingend der, der einen viel beachteten Post verfasst, sondern es kann auch derjenige sein, der beim weiter verbreiten der Nachricht am effektivsten ist. Das Patent für diese Methode hat Bosworth bereits 2011 angemeldet, in der vergangen Woche bekam er allerdings erst den positiven Bescheid des Patentamts. Wann Facebook die Technik tatsächlich implementieren wird, ist noch nicht bekannt.

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