Die Blockchain-Technologie ist heute in erster Linie für ihre Anwendungen in diversen Kryptowährungen bekannt. Dabei kann sie so viel mehr. Erst kürzlich hat Facebook ein Team gegründet, das sich ausschließlich mit der Blickchain beschäftigen soll. Angeführt wird dieses Team vom ehemaligen Chef der Messenger-Abteilung, David Marcus, der in der Vergangenheit Erfahrungen bei Coinbase und Paypal sammeln konnte. Was genau das Ziel der Arbeit von Facebooks Blockchain-Team sein wird, ist allerdings noch komplett unbekannt. Wir wollen uns haben uns drei Vermutungen darüber angesehen, was Facebook mit der Blockchain vorhaben könnte.


1. Facebook will der Zeit voraus sein

Die Blockchain-Technologie hat extrem viel Potential. So viel Potential, dass Blockchains eines Tages ein essentieller Bestandteil des Internets sein können. Facebook wiederum hat in der Vergangenheit viel dafür getan, um die Nutzer von anderen Diensten fernzuhalten. Unter anderem kauften das soziale Netzwerk zu diesem Zweck Instagram, Oculus VR und WhatsApp. Dienste, die Facebook nicht kaufen kann, werden mehr oder minder offen kopiert, darunter auch Video-Chat-Apps oder Dienste wie Snapchat.


Es ist durchaus möglich, dass Facebook einfach nur für den Tag bereit sein will, an dem die Blockchain-Technologie ein unverzichtbarer Bestandteil im Netz wird. Die Blockchain an sich kann Facebook nich besitzen, aber das Unternehmen kann sehr wohl sicherstellen, dass es besser als die Konkurrenz auf sie vorbereitet ist.

2. Sichere Daten dank der Blockchain?

Auch der aktuelle Cambridge-Analytica-Skandal hat nicht zu der Userabwanderung geführt, die Experten für Facebook vorausgesagt haben. Dennoch hat das Image von Facebook darunter gelitten – die Nutzer sehen den Umgang des sozialen Netzwerkes mit privaten Daten immer kritischer. Gerade die Sicherheit im Umgang mit Daten ist aber einer der großen Punkte, die für die Blockchain sprechen. Da alle in einer Blockchain gespeicherten Daten dezentral gesichert sind, können sie auch nicht von einer einzelnen Organisation besessen werden.

Möglicherweise will Facebook also die Blockchain in die eigene Datenverarbeitung integrieren, um so den erlittenen Imageschaden wieder zu heilen. Gegen diese Interpretation spricht allerdings,. dass Facebook auch weiterhin einen Löwenanteil seines Umsatzes mit Hilfe der Nutzerdaten macht. Eine Dezentralisierung dieser Daten würde zwangsläufig zu Umsatzeinbußen führen.

3. FaceCoin

Natürlich besteht auch die Möglichkeit, dass Facebook die Blockchain so nutzen möchte, wie sie aktuell am meisten genutzt wird: Als Grundlage für eine Kryptowährung. Erste Versuche mit digitalen Währungen hat Facebook schon unternommen, möglicherweise will das Unternehmen auf diese aufbauen. Eine eigene Kryptowährung könnte eine wichtige Rolle auf Facebooks größer werdendem Marktplatz spielen und sich gut in bestehende Zahlungsmöglichkeiten einfügen. Wenn Facebook eine eigene Kryptowährung einführen würde, würde diese wahrscheinlich auch von einem Großteil der Nutzer verwendet werden. Allerdings ist David Marcus immer noch bei Coinbase involviert, was diese Möglichkeit etwas unwahrscheinlicher macht.

Letztlich wird es wohl noch eine Weile lang Facebooks Geheimnis bleiben, was der Plan für das Blockchain-Team ist. Allerdings zeigen die Bemühungen des Unternehmens, dass Facebook das Thema Blockchain durchaus ernst nimmt und nicht eines Tages von den Entwicklungen überrascht werden will.

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