Inzwischen haben mit Samsung, Huawei und dem Startup Royole bereits drei Firmen faltbare Smartphones auf den Markt gebracht. Diese sollen gewissermaßen zwei Produktkategorien miteinander verbinden: Eingeklappt funktionieren sie wie ein klassisches Mobiltelefon. Mit voller Bildschirmbreite können sie hingegen auch als Tablet genutzt werden. Bisher allerdings handelt es sich noch nicht gerade um ein Produkt für die breite Masse: Das Galaxy Fold etwa soll stolze 1980 Dollar kosten und wird daher von Samsung auch passenderweise als Luxusprodukt vermarktet. Die Manager und Entwickler von Google scheinen aber überzeugt davon zu sein, dass in der Technologie gewaltiges Potential steckt. Denn sie arbeiteten nicht nur mit Samsung und Huawei während der Entwicklung der faltbaren Smartphones zusammen, sondern wollen jetzt auch das Betriebssystem Android entsprechend ausbauen.


Fast alle namhaften Hersteller nutzen Android als Betriebssystem

Dies ist von Bedeutung, weil auch das beste Smartphone kein Verkaufsschlager werden dürfte, wenn keine entsprechenden Inhalte dafür kreiert werden. Deswegen müssen sich zum einen die App-Entwickler weltweit auf die neuen Möglichkeiten einlassen. Zum anderen sollte aber auch das dahinter stehende Betriebssystem angepasst werden. Im Falle von neuen Smartphones ist dafür fast immer Google verantwortlich. Denn mit Ausnahme von Apple setzen fast alle namhaften Hersteller auf Android als Betriebssystem. Dies war auch nun bei den neuen faltbaren Smartphones von Samsung und Huawei der Fall. Beide Konzerne verzichteten darauf ein eigenes System zu entwickeln und ergänzten lediglich die Android-Basis um eigene Weiterentwicklungen. Umso wichtiger war es nun, dass sich Google auf dem Mobile World Congress in Barcelona nun klar zu der neuen Technologie bekannte.


Faltbare Displays bringen neue Herausforderungen mit sich

Dort jedenfalls sprach Android-Chef Hiroshi Lockheimer über den gemeinsamen Lernprozess mit den Herstellern, der letztlich zu den notwendigen Anpassungen des Betriebssystem führen wird. Zu den Herausforderungen gehört unter anderem die Tatsache, dass laufende Apps nahtlos zwischen den verschiedenen Bildschirmgrößen wechseln können müssen. Kein Nutzer dürfte bereit sein, laufende Anwendungen zunächst zu beenden und dann wieder neu zu starten. Außerdem kann in der Tablet-Variante der Bildschirm zukünftig auch für mehrere Apps gleichzeitig genutzt werden. Für eine optimale Nutzung muss hier eine vollständige Synchronisation gewährleistet sein. Bei der Präsentation des Galaxy Fold in Kalifornien funktionierte dies bereits sehr gut. Allerdings handelte es sich hier noch um Einzelanpassungen. Zukünftig soll Android dann so ausgelegt werden, dass weitere Modelle mit faltbarem Display standardisiert entwickelt werden können.

Via: FAZ

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