Die schwedische Stadt Trollhättan besitzt eine reichhaltige Tradition im Automobilbau. Lange Jahre hatte dort der Hersteller Saab seinen Firmensitz. Das Unternehmen schlitterte im Jahr 2012 allerdings in die Insolvenz. Die Konkursmasse wurde durch das Konsortium „National Electric Vehicle Sweden (NEVS)“ übernommen. Anders als es der Name vermuten lässt, handelt es sich dabei allerdings nicht um eine einheimische Firma. Vielmehr gehört die Mehrheit des Unternehmens chinesischen Anteilseignern. Für die ehemalige Saab-Fabrik hat sich nun eine neue Verwendung gefunden – dank der Zusammenarbeit mit einem in Deutschland bekannten Namen. Denn das in München entworfene Solarauto Sion wird zukünftig von NEVS in Schweden produziert. Insgesamt sollen mindestens 260.000 Elektroautos mit integrierten Solarmodulen hergestellt werden.


Bild: Sono Motors

Der Preis liegt bei 25.500 Euro pro Solarauto

Bei voller Auslastung können in Trollhättan in zwei Schichten 43.000 Autos pro Jahr vom Band laufen. Damit wäre das Werk rein rechnerisch für rund sechs Jahre ausgelastet. Der Produktionsstart wurde allerdings verschoben. Statt wie ursprünglich geplant, schon in der zweiten Jahreshälfte dieses Jahres die ersten Autos zu verkaufen, wird nun das dritte Quartal 2020 angestrebt. Auch der Verkaufspreis hat sich gegenüber den ersten Plänen noch einmal verändert. Die damals ins Auge gefassten 20.000 Euro pro Auto können zumindest zu Beginn nicht realisiert werden. Stattdessen wird der Sion nun mindestens 25.500 Euro kosten. Dennoch liegen aktuell für das Solarauto bereits 9.800 kostenpflichtige Vorbestellungen vor. Werden all diese Optionen realisiert, ergibt sich alleine daraus ein Umsatz von fast 250 Millionen Euro.

Bis zu 34 zusätzliche Kilometer aus Sonnenenergie

Dafür erhalten die Käufer ein Elektroauto mit einer Reichweite von rund 250 Kilometern. Durch die integrierten Solarzellen kann diese sich theoretisch auch noch einmal erhöhen. Den Berechnungen der Ingenieure zufolge sind dies unter optimalen Bedingungen bis zu 34 Kilometer pro Akkuladung. Realistischer sind im Sommer allerdings Werte zwischen 22 und 24 Kilometern. Im wenig sonnenreichen Winter ist es logischerweise noch einmal weniger. Eine Besonderheit besteht zudem darin, dass der Akku nicht nur Strom aufnehmen kann. Stattdessen existiert auch ein Stromausgang. Damit kann Energie an einen liegen gebliebenen Sion abgeben werden. Aber auch die Einspeisung in das Stromnetz oder der Betrieb von Haushaltsgeräten ist möglich. Wie stark diese Funktion von den Kunden allerdings tatsächlich genutzt werden wird, bleibt abzuwarten.


Via: Sono Motors

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1 Kommentar

  1. Peter Schmalenbach

    25. April 2019 at 12:58

    TinyHäuser sind sehr verlockend lösen aber leider nicht das Bevölkerungswachstum.Ich würde sofort in eins ziehen aber ich wohne in der BRD.Bis ich das genehmigt bekomme und weniger Miete als zur Zeit zahle vergeht einfach zuviel Zeit. Wichtig ist natürlich ich bin Rentner und die Banken sehen in mir kein unterstützendswertes Objekt.
    MfG Peter Schmalenbach

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