Ernährungsstudien bringen immer wieder unterschiedliche Ergebnisse hervor, manchmal widersprechen sie sich sogar diametral. Das kann verwirren: Wie ernähre ich mich nun wirklich gesund? Ein individueller Gentest könnte bald die Antwort bringen.


Unterschiedliche Ernährungsweisen im Fokus der Untersuchung

Forscher der Texas A&M University in College Station haben sich intensiv mit den Auswirkungen unterschiedlicher Ernährungsweisen beschäftigt. Im Fokus stand eine zucker- und fettreiche westliche Ernährung neben traditionellen japanischen Speisen, mediterraner Kost und einer kohlenhydratarmen Atkins-Diät mit hohem Fettanteil. Als Probanden dienten verschiedene Zuchtlinien von Labormäusen, die sich jeweils eine dieser Ernährungsarten beliebig oft schmecken lassen durften. Eine Kontrollgruppe erhielt typisches Standardfutter für Labormäuse, nach sechs Monaten wurde der Gesundheitsstand überprüft.


Atkins-Diät wirkte sich stark unterschiedlich aus

Die Auswirkungen auf die Tiere waren erstaunlich verschieben: Die allgemein als ungesund betrachtete Ernährung mit viel Zucker und Fett brachte zwar die meisten fettleibigen Mäuse mit erhöhtem Cholesterinspiegel hervor, doch die stark betroffenen Tiere beschränkten sich auf bestimmte Stämme, während andere Mäusefamilien weniger oder sogar fast gar nichts zugenommen hatten. Das japanische Essen erwies sich tendenziell als besonders gesund, doch auch hier zeigten sich die Auswirkungen nicht bei allen Zuchtlinien gleich stark. Die Atkins-Diät brachte die größten Diskrepanzen hervor: Eine Mäusefamilie entwickelte durch diese Speisen Stoffwechselstörungen und setzte reichlich Fett an, ein anderer Stamm jedoch zeigte kaum gesundheitliche Veränderungen.

Bald Gentest zur Klärung von Ernährungsfragen?

Die Wissenschaftler stellten fest, dass einige Tiere durch eine zu hohe Kalorienzufuhr stark zunahmen, andere wiederum erhielten deutlich weniger Kalorien und setzten trotzdem Fett an. Die Ursachen für die Fettleibigkeit der Mäuse waren in diesem Test also nicht einheitlich, die Dispositionen konnten familiär zugeordnet werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen auf unterschiedliche Ernährungsformen ähnlich individuell reagieren, ist groß. Daraus kann geschlossen werden, dass es den idealen Speiseplan für alle gar nicht gibt, sondern jeder Mensch seine eigene optimale Ernährungsweise finden muss. Nun arbeiten die Forscher an einem Gentest, der es in Zukunft ermöglichen soll, individuelle Ernährungskonzepte auszuarbeiten.

Quelle: wissenschaft-aktuell.de

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