Laura Brandt hat sich mit ihrem Online-Shop „Yummy Organics“ voll aufs Glatteis gewagt. Die meisten Produkte haben bei ihr keinen festen Preis, denn der Kunde bestimmt, was er zahlen will. Alle Waren stammen aus fairem Direkthandel mit Kleinbauern, sie sind zu 100 % natürlich und frei von Chemie. Der Handelsweg ist transparent nachvollziehbar. Wie sehr wissen die Käufer diese Vorteile zu schätzen?


By Raidarmax (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

 Die Unternehmerin hat einen Anreiz für faire Bezahlung eingebaut

Natürlich handelt es sich bei den „Yummy Organics“ der Bremerin eben nicht um irgendwelche Ramschwaren, sondern um hochwertige Lebensmittel aus ärmeren Teilen der Welt. Das sollte doch die Kunden dazu anspornen, großzügig zu sein, oder? Eine Hemmschwelle hat Laura Brand in ihren Shop eingebaut, der einen Anreiz dazu gibt, vernünftige Preise zu zahlen: Wenn der Nutzer auf „Preis bestimmen“ klickt, dann erscheint zuerst einmal ein Schiebregler, der auf einen regulären Referenzpreis eingestellt ist. Wer diesen Regler nach links verschiebt, um den Preis zu senken, erhält die Information, dass davon weder der Bauer noch der Shop überleben kann. In der Mitte bekommt der Kunde die Nachricht, dass die Bezahlung gerade so reicht, um alle Kosten zu decken. In der teuren Richtung dann ein freundlicher Dank: “ Mit einem Preis im grünen Bereich können wir unsere Kosten decken, faire Löhne sichern und zusätzlich 50% unserer Gewinne in soziale und ökologische Projekte vor Ort investieren.“ Wer den Höchstpreis zahlt, wird sogar als „Held“ bezeichnet und er erhält die Mitteilung, dass der Shop damit wachsen und sich ausgiebig engagieren kann.

Ein Viertel der Kunden zahlt einen höheren Preis

Diese Informationen motivieren ungemein, stellt der Shop-Betreiberin fest. In nur wenigen Fällen wird ein Preis gezahlt, der unter dem Referenzpreis liegt. Ein Viertel der Kunden entscheidet sich sogar dafür, mehr Geld zu überweisen! Das „Pay what you want“-System führt bei Yummy Organics zu höheren Gewinnen und damit zu einer fairen Bezahlung der Bauern und der weiteren Förderung von Nachhaltigkeitsprojekten. „Meine Zielgruppe sind Menschen, die etwas Gutes tun möchten“, meinte Laura Brandt dann auch ganz folgerichtig – und wir von Trends der Zukunft freuen uns, dass es so viele davon gibt!


Quelle: www.businessinsider.de

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