Elon Musk gehört zweifelsohne zu den erfolgreichsten Unternehmensgründern seiner Zeit. Gleich dreimal ist es ihm gelungen, mit unkonventionellen Ansätzen eine ganze Branche durcheinanderzuwirbeln. Dies Basis seines Reichtums bildete der Zahlungsdienstleister X.com – der später in Paypal aufging. Anschließend trieb er mit SpaceX die private Raumfahrt voran und sorgte mit Tesla für einen riesigen Hype um Elektroautos. Doch in einem Interview mit der New York Times bekannte Musk nun auch, dass das letzte Jahr eine Qual gewesen sei. Tatsächlich wird schon seit längerer Zeit nach einem zweiten starken Manager bei Tesla gesucht, um den Firmenchef zu entlasten. Zuletzt allerdings verabschiedeten sich stattdessen zahlreiche Führungskräfte. Musk selbst sorgte in diesem Jahr nicht nur mit unkonventionellen Methoden für Aufsehen, sondern auch durch sechs problematische Patzer:


Elon Musk - Space X Neue Satelliten-Flotte

1. Der Eklat bei der Präsentation der Quartalszahlen

Kritische Fragen kanzelte Musk als „dumm“ und „langweilig“ ab. Stattdessen ließ er sich von einem Youtuber interviewen, der vor allem ein Loblied auf Tesla sang. An der Börse kam dies alles andere als gut an. Trotz eigentlich guter Zahlen, rutschte der Aktienkurs ab. Musk musste sich entschuldigen.


2. Mangelnde Kooperation mit den Behörden

Auch Musk muss sich an geltende Gesetze halten. Dass er schon einmal deutlich verfrüht verkündet, er besitze eine Genehmigung für den Bau eines Hyperloops, kann noch als Kavaliersdelikt bezeichnet werden. Mit anderen Behörden befindet sich Musk allerdings im Dauerstreit. So etwa mit der Verkehrssicherheitsbehörde, weil Tesla zu früh Erkenntnisse über einen tödlichen Unfall veröffentlichte. Negativer Höhepunkt: Bei einem Telefonat mit einem Beamten legte Musk einfach auf.

3. Zu viele Verschwörungstheorien

Musk sieht sich stets von Feinden umgeben. So wettert er oft und viel gegen Leerverkäufer, die auf fallende Aktienkurse von Tesla setzen. Diese Kritik ist zumindest teilweise berechtigt. Allerdings spricht Musk auch immer wieder vage von „Organisationen“, die Tesla zerstören wollen. Tatsächlich präsentierte er auch einen vermeintlichen Saboteur aus dem Tesla-Werk. Dessen Schuld ist bisher aber noch nicht bewiesen.

4. Unwahrheiten über Journalisten

Donald Trump hat als US-Präsident einen Krieg gegen die Medien entfacht. Einflussreiche Persönlichkeiten wie Musk sollten sich dem eigentlich nicht anschließen. Der Firmenchef bedient aber immer wieder Vorurteile, um kritische Artikel über Tesla zu relativieren. So behauptete er, Journalisten würden gefeuert, wenn sie nicht ausreichend Klickzahlen erreichten.

5. Das Mini-U-Boot und die Twitter-Entgleisung

Mit einem eigens konstruierten Mini-U-Boot wollte Musk eine thailändische Fußballmannschaft aus einer überschwemmten Höhle retten. Stattdessen wurden die Jungs dann aber doch von Rettungstauchern befreit. Einer der an der Aktion beteiligten Taucher beschwerte sich anschließend über Musks PR-Stunt – und wurde von diesem anschließend als „Pädophiler“ bezeichnet. Musk entschuldigte sich allerdings wenig später.

6. Der Börsenrückzug

Auch hier war Musk etwas voreilig. In einem Tweet kündigte er an, über einen Rückzug Teslas von der Börse nachzudenken. Die Finanzierung einer solchen Aktion sei gesichert. Genau dies wird inzwischen aber heftig bezweifelt, weshalb nicht nur die Börsenaufsicht ermittelt, sondern auch mehrere Anleger geklagt haben. Sollte sich nachweisen lassen, dass Musk den Tweet absendete, um den Aktienkurs zu manipulieren, drohen empfindliche Strafen.

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