Wer sich einen Fitnesstracker wie das Fitbit-Armband kauft, der tut dies unter anderem, um einen genauen Überblick über die eigene Pulsfrequenz während des Sports zu haben. Eine Anwaltskanzlei aus den USA behauptet nun, das Fitbit genau in dieser Disziplin geradezu versagt und im Durchschnitt 20 Schläge pro Minute neben dem tatsächlichen Wert liegt.


20 Schläge pro Minute Abweichung

Die Anwaltskanzlei ließ im Rahmen der Vorbereitung einer Sammelklage gegen den Hersteller die Messleistung der Fitbit-Armbänder von Forschern der California State Polytechnic University überprüfen und mit einem EKG vergleichen. Bei der Untersuchung wurde das Fitbit-Armband von 22 Männern und 21 Frauen 65 Minuten lang während körperlichen Aktivitäten wie Laufen, Treppensteigen oder Seilspringen getragen. Die Forscher fanden heraus, dass die von Fitbit verwendete Messmethode PurePuls im Durchschnitt 20 Schläge pro Minute von dem Ergebnis des EKG abweicht. Der Unterschied werde umso größer, je mehr sich der Träge körperlich betätige.


Die Anwälte nutzen diese Ergebnisse nun, um den Hersteller von Fitbit anzugreifen. Dieser bewerbe das Produkt als Sportprodukt und wecke so falsche Erwartungen bei den Kunden. Zwar verkaufe Fitbit keine medizinischen Geräte, aber die Abweichung sei groß genug, als dass das Armband für die Dokumentation der Herzfrequenz ungeeignet sei. Das ist nicht ganz von der Hand zu weisen, liegt der Ruhepuls bei gesunden Menschen schließlich bei 60 bis 80 Schlägen pro Minute. Und auch bei körperlicher Belastung steigt die Herzfrequenz selten über 180 Schläge die Minute. Eine Abweichung von 20 Schlägen ist da schon nicht unwesentlich.

Fitbit kritisiert die Untersuchung

Fitbit kritisierte in einer ersten Reaktion die Methodik der Untersuchungen. Es sei kein medizinisches EKG eingesetzt worden. “Unser Forschungsteam hat die PurePulse-Technologie drei Jahre vor Verkaufsstart getestet und führt weiterhin umfangreiche interne Studien durch”, so der Anbieter. Außerdem beruft Fitbit sich auf einen Bericht des ConsumerReport, laut dem der Pulsmesser genau arbeite. Bei diesem Test wurde der Pulsmesser aber nur von zwei Personen erprobt.

via CNN

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