Pico Projector des Fraunhofer Instituts
Pico Projector des Fraunhofer Instituts

Der flachste Pico Projektor der Welt wurde in Deutschland entwickelt. Der Prototyp des Gerätes ist nur 6mm Hoch und in der Lage Bilder zu projizieren, die bis zu 10 mal heller sind, als es normalerweise mit so einem kleinen Gerät möglich ist. Dies wird durch eine Reihe von hauchdünnen Mikrolinsen erreicht. So kann der Pico Projektor ohne ein sperriges Objektiv ein scharfes Bild erzeugen. Handheld Pico Projektoren werden beispielsweise genutzt um Karten, Filme oder Präsentationen auf unterschiedlichen Flächen anzeigen zu können. Dies kann jedoch gerade bei Sonnenlicht Einfall zu einem Problem werden. Durch den Lichteinfall wird eine sehr starke Lichtquelle benötigt, um mit einem Projektor ein Bild auf die Fläche zu projizieren. Das neue Linsensystem, welches in dem Pico Projektor zum Einsatz kommt, soll selbst unter diesen Voraussetzungen scharfe Bilder liefern. Durch die geringen Abmessungen ließe sich der Pico Projektor in Smartphones, Handys oder Tablet PCs integrieren. Im Verhältnis zu dem vom Fraunhofer Institut für angewandte Optik und Feinmechanik entwickeltem Gerät, wirken andere Handheld Projektoren fast wie Riesen.


Neuartiges Linsensystem ermöglicht die kleinen Abmessungen

Im Normalfall bedeutet die Erhöhung der Helligkeit bei einem projiziertem Bild auch die Vergrößerung der verwendeten Lichtquelle. Zudem müsse dann auch die Linse der größeren Lichtquelle angepasst werden. Dies würde bedeuten, dass auch der Projektor in seinen Abmessungen größer werden müsste. Marc Sieler und seine Kollegen vom Fraunhofer Institut für angewandte Optik und Feinmechanik entwickelten eine neuartige Linse. Die Linse, genauer gesagt das Linsensystem ist extrem dünn. Die zu projizierenden Bilder werden durch das Linsensystem mehrfach überlagert und mit den Linsen fokussiert. Auf diese Weise wird das endgültige Bild erstellt.


In Tokyo soll der neue Prototyp vorgestellt werden

Schon vor einiger Zeit wurde dieses System entwickelt, jedoch im Laufe der Zeit immer weiter verfeinert. Im Februar diesen Jahres soll der neue Prototyp auf der Nano Tech 2011 in Tokyo präsentiert werden. Sicherlich wird die Nano Tech 2011 in Tokyo ähnlich viele Neuheiten im Bereich Nano Technik mit sich bringen wie die CES in Las Vegas im Bereich der allgemeinen Technik. Der neue Pico Projektor soll, trotz seiner geringen Abmessungen, eine Helligkeit von 11 Lumen aufweisen. Wenn der Prototyp auf die Abmessungen der „normal großen“ Pico Projektoren hochgerechnet würde, wäre er in der Lage 90 Lumen an Helligkeit zu bieten. Ein weiteres Beispiel für die Entwicklung von Projektoren mit geringen Abmessungen ist der Mini Laser Projektor zum Einbau in Smartphones.

Quelle & Bild: technologyreview

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