Nicht jeder möchte seinen Speiseplan von Fleisch und Fisch befreien, schließlich schmeckt beides allzu gut. Aber ein Herz für Tiere, das haben die meisten der Fleischesser im Grunde schon. Wenn ihr Lieblingsessen künstlich erzeugt werden könnte, mit allen originalen Inhaltsstoffen und exakt demselben Geschmack, würden sie sicher nicht ‚“nein“ dazu sagen. Vorausgesetzt, der neue Stoff ist erschwinglich! Wie geht es voran in diesem Wirtschaftszweig?


Echt oder aus dem Labor? Das soll angeblich bald nicht mehr erkennbar sein.
Bild: Steak, Taryn, Flickr, CC BY-SA 2.0

8 Beispiele für Erzeuger von In-Vitro-Fleisch

    1. Firma Just aus Kalifornien hieß bis vor kurzem noch Hampton Creek. Das findige Unternehmen stellt aktuell Hühnchenfleisch aus Federzellen her. Entsprechende Chicken Nuggets, gewachsen in Kulturbehältern, werden demnächst auf den Markt gelangen. Man darf gespannt sein!
    2. In den Niederlanden hat sich die Firma Mosa Meat aufgemacht, Patties aus künstlich gezüchtetem Rindfleisch herzustellen. Im Jahr 2021 soll es schlussendlich so weit sein und die Produkte zu einem einigermaßen moderaten Preis von 8,50 Euro im Supermarkt stehen. Eine Burger-Bratling gab es schon im Jahr 2013 zu kosten.
    3. Das engagierte Team von Finless Foods züchtet aktuell Fisch aus isolieren Stammzellen. Im Herbst 2017 meldete das Start-up aus San Francisco, dass ihm die erste Fischfrikadelle gelungen sei – ganz ohne, dass dafür ein Fisch sein Leben lassen musste. Für Ende 2019 ist der Verkauf von Blauflossen-Thunfisch aus In-Vitro-Züchtung geplant. Das könnte diesen selten gewordenen Fisch vor dem Aussterben retten.
    4. Auch von Meatable ist Gutes zu hören: Das niederländische Start-up besteht erst seit Ende 2018 und erhielt ein sattes Startkapital von 3,5 Millionen Dollar. Ab 2021 werden die ersten Würstchen und Burger-Bratlinge aus künstlicher Eigenproduktion erwartet, aber auch Schwein und Hühnchen kommen auf dem Teller, ohne vorher sterben zu müssen. Innerhalb von drei Wochen wächst bei Meatable eine Stammzelle zum Fleischstück.
    5. Memphis Meat aus dem Silicon Valley macht sich ebenfalls auf die Socken, um schon 2021 erste Burger auf den Markt zu bringen. Investiert hatten zuvor schwerreiche VIPs wie Richard Branson und Bill Gates. 2016 gab es bereits In-Vitro-Fleischbällchen zum Kosten.
    6. In Israel bemüht sich Supermeat darum, zartes Hühnchenfleisch zu generieren. Unterstützt wird das Projekt unter anderem von der bekannten Firma Wiesenhof, zum Beispiel mit einer Spende über 3 Millionen Dollar. Auch hier ist das anvisierte Startjahr 2021, dann gibt’s hoffentlich ordentlich was zu essen, ohne dass weitere Hühner dafür leiden müssen!
    7. In Kalifornien tut sich noch mehr als bereits erwähnt: Wild Type arbeitet aktuell fieberhaft daran, künstlichen Lachs für die Sushi-Herstellung zu züchten. Danach sollen Lachfilet und Räucherlachs folgen sowie viele weitere nahrhafte Tierprodukte ohne echtes Tier.
    8. Die in Frankreich einst beliebte Entenstopfleber ist inzwischen verboten, weil die Tiere dafür unsäglich leiden müssen. Die japanische Firma Integriculture zaubert bald schon eine Lösung aus dem Hut: Die erste Foie Gras aus dem Kulturbehälter! Irgendwann ab 2020 ist es dann soweit und die ausgehungerten Franzosen dürfen wieder schlemmen.

Quelle: ngin-food.com

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