Fliegende Taxis sind für viele noch eine Vision für die Zukunft, auch wenn diverse Unternehmen derzeit erste Tests laufen haben. Wenn es für uns eines Tages Alltag werden soll, fliegende Taxis ähnlich selbstverständlich zu nutzen, wie wir es heute mit fahrenden Taxis tun, gilt es noch einige Hindernisse zu überwinden. Der CTO des Unternehmens Volocopter, Jan Hendrik Boelens, hat sich in einem Whitepaper mit diesen Herausforderungen auseinandergesetzt.


Whitepaper erklärt Volocopter-Designentscheidungen

Boelens Paper trägt den Titel „ Pioneering the Urban Air Taxi Revolution“ und diskutiert die aktuellen Herausforderungen rund um die Entwicklung, Zulassung und den Betrieb von fliegenden Taxis in großen Städten weltweit. Außerdem stellt er Lösungsansätze für diese Herausforderungen vor.


Das Paper konzentriert sich vor allem auf die Themen Sicherheit und Zulassung, Lärmemissionen, Reichweite und Geschwindigkeit, Betriebskosten sowie die tatsächliche Nutzbarkeit dieser Fluggeräte.

Dabei identifiziert Boelens vor allem die folgenden Herausforderungen:

  • Bisher gibt es kein perfektes Konzept für die technische Umsetzung eines sogenannten eVTOL-Fluggerätes. Es besteht Einigkeit, dass der Elektroantrieb das Mittel der Wahl ist, aber daraus resultiert auch, dass das Design und der Antrieb an den Einsatzzweck angepasst sein muss. Der Volocopter etwa ist für den kommerziellen Einsatz von Städten gedacht – Volocopter spricht dabei von der „intra-city urban air mobility mission„, kurz UAM.
  • Flugtaxis, die im Rahmen der UAM eingesetzt werden, müssen die wichtigsten Verkehrsrouten in großen Städten bedienen können, ausreichend Zeitersparnis bieten und im besten Fall alternative Routen eröffnen, die von anderen Verkehrsmitteln nur unzureichend abgedeckt werden. Dabei reicht in den meisten Fällen eine Reichweite zwischen 25 und 35 Kilometern aus. Der Volocopter ist in der Lage, in etwa 90 Prozent aller Großstädte sowohl als innerstädtisches Taxi als auch als Flughafenshuttle zu dienen.
  • Die Lärmemissionen sind ein wichtiger Faktor für die Akzeptanz von fliegenden Taxis. Die damit verbundenen technischen Herausforderungen machen zum einen den Einsatz eines Elektroantriebs unabdingbar, sind aber gleichzeitig lösbar.
  • Es gibt bisher noch ein recht uneinheitliches System für die Zulassung und die Standards von Flugtaxis. Für Europa gelten die Zulassungsstandards der European Aviation Safety Agency (EASA). Die Sicherheit und Zulassungsfähigkeit von Flugtaxis steht in einem erheblichen Zusammenhang mit der Einfachheit ihrer Konstruktion.
  • Um Flugtaxis für eine größere Menge Kunden attraktiv zu machen, ist ein wettbewerbsfähiges Preismodell unabdingbar. Die Betriebskosten müssen deshalb niedrig gehalten werden, sodass der Einsatz der Flugtaxis ausreichend Gewinn abwirft und gleichzeitig kein Preishindernis entsteht.

Boelens setzt sich in seinem Whitepaper für einfache, sichere Fluggeräte ein, die weltweit Zulassungsstandards erfüllen können. Dies ist auch kein Wunder, schließlich verfolgt Volocopter selber ein solches Design bereits seit den ersten Tagen für die Entwicklung des Volocopter-Flugtaxis. Das Whitepaper klärt nun bezüglich einige der Design-Entscheidungen des Volocopter-Teams auf.

via Volocopter

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