In Deutschland beherrscht Flixbus den Markt für Reisen mit dem Fernbus beinahe komplett. Auch im europäischen Ausland ist die Marke bereits stark vertreten. Vor einigen Monaten wurde daher sogar der Schritt in die Vereinigten Staaten gewagt. Dort trifft das Unternehmen aber auf einen etablierten und sehr bekannten Konkurrenten: Die legendären Greyhound Lines, die rund 3.800 Ziele in Nordamerika anfahren und jährlich 22 Millionen Passagiere befördern. Von Beginn an versuchte Flixbus sich daher in den USA als Anbieter mit moderner Technik und hohem Komfort zu etablieren. WLAN und Steckdosen in den Bussen sollen aber nur der Anfang gewesen sein: Zukünftig werden auf einigen Strecken kostenlose VR-Brillen an die Kunden ausgegeben.


Bild: Flixbus

Die virtuellen Welten sollen die gefühlte Reisezeit verkürzen

Diese können während der Fahrt dann in fremde Welten eintauchen, teilweise kuriose Sportarten ausprobieren oder in Wissensformaten neue Erkenntnisse gewinnen. Genutzt wird dafür das Pico Goblin 2 VR-Headset der Firma Pico Interactive. Die Entwickler dort besitzen bereits einiges an Erfahrung im Bereich der Reisebranche, weil sie zuvor unter anderem schon mit einigen Fluglinien zusammenarbeiteten. Die Idee hinter dem Einsatz der Brille ist auf der Straße und in der Luft dieselbe: Die Passagiere sollen unterhalten werden, sodass ihnen die Reisezeit so kurz wie möglich vorkommt. In den Flixbussen werden dafür zu Beginn 50 unterschiedliche Formate zur Auswahl stehen. Eine erste Bilanz soll nach einer dreimonatigen Pilotphase im März gezogen werden.

Gerade Strecken sind eine wichtige Voraussetzung

Ein Problem bringt der Einsatz in den Fernbussen allerdings mit sich: Auf kurvigen Strecken werden die Passagiere vergleichsweise schnell Reisekrank, wenn sie die VR-Brillen tragen. Diese werden daher vorerst nur auf speziell ausgewählten Strecken angeboten, bei denen die Fahrt größtenteils geradeaus verläuft. Dies ist vor allem bei Routen von und nach Las Vegas der Fall. Im europäischen Ausland hat der Konzern ebenfalls bereits mit VR-Brillen in den Bussen experimentiert. Die Rückmeldungen der Kunden waren zumindest so gut, dass nun das Pilotprojekt in den USA gestartet wurde. Ob ein Einsatz auch auf dem deutschen Heimatmarkt geplant ist, ist bisher nicht bekannt.


Via: Engadget

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