Bei flüssigem Metall muss ich unweigerlich an den T-1000 von Terminator 2 denken. Hierbei handelte es sich um einen Hightech-Roboter, der in der Lage ist seine Form und sein Aussehen beliebig zu verändern. Tausende kleine Metallteilchen hielten den T-1000 zusammen und machten den Roboter zudem wandlungsfähig und ziemlich effizient. Diese Stück Science Fiction haben Wissenschaftler der North Carolina State Universität (NCSU) nun im Kleinen in die Realität befördert. Sie haben einen Weg gefunden die Oberflächenspannung von Flüssigmetall (liquid metal) durch niedrige Stromspannungen zu verändern. Dieser kleine Durchbruch ermöglicht ein neues Feld im Hinblick auf verwandlungsfähige Elektronik. Von der selbstheilenden Elektronik bis hin zum Roboter, der sich eines Tages selbst zusammen bauen kann, ist das Anwendungsspektrum denkbar vielfältig.


Verwandlungsfähige Elektronik
Verwandlungsfähiges Flüssigmetall via news.ncsu.edu

Das von den Wissenschaftlern verwendete Flüssigmetall ist ein Mix aus Gallium und Indium. Die Stoffe werden bei unterschiedlichen Temperaturen flüssig. Während Gallium schon bei ungefähr 29° C „schmilzt“, verflüssigt sich Indium erst ab 156° C. Diese Eigenschaften und die Tatsache, dass der Flüssigmetall-Mix aus Gallium und Indium eine recht starke Oberflächenspannung (500 mN/m) hervorruft, begünstigen die Versuchsabläufe. Laut den Forschern benötigt man weniger als ein Volt um die Oberflächenspannung des Gemischs aus Flüssigmetall zu reduzieren, so dass das Gebilde sich in einen Klecks oder eine Pfütze verwandelt. Wird die Spannung wieder weggenommen, nimmt das Flüssigmetall die ursprüngliche Form, beispielsweise einer Kugel, an. Das Ganze geschieht rasend schnell. Wer sich für das Thema interessiert, dem können wir den Bericht der NCSU wärmstens empfehlen.


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