In der peruanischen Hauptstadt Lima gibt es eine faszinierende Werbetafel. Diese nutzt die hohe Luftfeuchtigkeit in der Stadt, um Wasser aus der Luft zu filtern und aufzubereiten. Das auf diese Weise gewonnene Trinkwasser wird dann kostenlos der Bevölkerung zur Verfügung gestellt. Mit Hilfe dieses Tricks gelingt es den Werbetreibenden aus der Masse der zahlreichen Werbetafeln hervorzustechen. Auch der Ford-Ingenieur Doug Martin zeigte sich von der peruanischen Erfindung angetan – und ließ sich zu einer eigenen Entwicklung inspirieren: Er stellte einen Prototypen vor, der das Kondenswasser der Klimaanlage sammelt und anschließend filtert. Das Wasser kann dann problemlos getrunken werden.


Via: Inhabitat
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Das Trinkwasser wird während der Fahrt produziert

Martin hat die Konstruktion dabei so konzipiert, dass das Wasser an der Mittelkonsole des Fahrzeugs ganz einfach aus einem Hahn kommt. In gewisser Weise ist es ihm also gelungen, Benzin oder Diesel in Wasser zu verwandeln – und zwar in 1,9 Liter Trinkwasser pro Stunde. Produziert wird das Trinkwasser dabei allerdings nur während der Fahrt und bei eingeschalteter Klimaanlage. Erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt hat Martin das Konzept auf der „Further with Ford“ Konferenz in Detroit. Dort präsentierte er auch gleich einen griffigen Namen für seine Erfindung: „On the go: H2O“. Bisher ist aber noch unklar, ob und wann die Konstruktion in die Serienproduktion des Konzerns integriert wird.

Der Einsatz ist vor allem in heißen Entwicklungsländern geplant

In Deutschland dürfte es sich dabei allerdings eher um eine nette Spielerei handeln – zumal die Klimaanlage die Hälfte des Jahres ohnehin nicht genutzt wird. Wer allerdings schon einmal in einer asiatischen oder afrikanischen Megametropole im Stau stand, kann sich durchaus eine Anwendungsmöglichkeit für die Erfindung vorstellen. Diese bringt dabei gleich zwei Vorteile mit sich: Sie produziert Trinkwasser aus Quellen, die ansonsten vollkommen ungenutzt bleiben und sie kann im besten Fall den Einsatz von Plastikflaschen überflüssig machen. Theoretisch ist es zudem auch denkbar, das Filtersystem zu nutzen, um verschmutztes Wasser aufzubereiten. Doug Martin besitzt jedenfalls bereits einiges an Erfahrung in Sachen Erfindungen: Der Ingenieur ist seit 22 Jahren bei Ford und hat in dieser Zeit 70 Patente angemeldet.


Via: Inhabitat

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