In der bedrohten Regenwaldregion Panama sind Forscher jüngst auf eine neue Spezies der Pfeilgiftfrösche gestoßen. Im Gegensatz zu seinen ebenfalls ziemlich giftigen Artgenossen, weist die neue Pfeilgiftsfrosch-Spezies eine glatte Haut auf. Die neuen Exemplare sind ebenfalls sehr giftig und gerade einmal 12 Millimeter groß. Die Frösche machen dennoch mit der ziemlich knalligen orangefarbenen Haut auf sich aufmerksam und senden somit deutliche Warnsignale.


Pfeilgiftfrosch
Foto:“Frosch im Wasser“; Jörg Jahn CC BY-SA 3.0 (VIA WIKIMEDIA COMMONS)

Neue Art der giftigsten Tiere der Welt

Die Wissenschaftler des Smithsonian Tropical Research Institute (STRI) haben die 12 Millimeter große Froschart mit dem auffälligen Äußeren aufgrund von DNA-Analysen als eine neue Spezies der Art der Pfeilgiftfrösche zugeordnet. Die neue Froschart wurde nach der Frau eines der beim Fund beteiligten Forscher benannt, nämlich Andinobates giminisae. Es gibt gleich mehrere deutliche Kriterien, welche die Froschart von den bisher bekannten Arten der Pfeilgiftfrösche unterscheidet. Neben der durchgehend orangefarbenen und glatten Haut ist auch der Warnruf der Männchen bisher einzigartig.

Die Pfeilgiftfrösche zählen zu den giftigsten Tierarten der Welt. So nutzen bereits Indigene Völker das Gift der Frösche um die Spitzen der Blasrohrpfeile damit zu behandeln und somit erfolgreicher jagen zu können. In geringen Dosen entfaltet das Nervengift bereits seine Wirkung, welche unter anderem Muskellähmungen hervorruft.


Bereits im Jahr 2011 wurden erste Funde der neuen Froschart getätigt. Diese konnten 120 Kilometer westlich von Panama-Stadt aufgespürt werden. Den Forschern zufolge sei der Andinobates giminisae bereits stark bedroht, da in seinem Einzugsgebiet vermehrt Rodungen vorgenommen und somit auch der Lebensraum verkleinert wird. In der Fachzeitschrift Zootaxa berichten die Forscher zusammen mit Experten Universität von Chiriquí aus Panama und der kolumbianischen Anden-Universität über den neuen Fund. Im Gegensatz zu bekannten europäischen Forscharten, legen Pfeilgiftfrösche, die zumeist im mittel- und südamerikanischen Regenwald vorzufinden sind, relativ wenig Eier. Schließlich dürfte auch dieser Aspekt dazu beitragen, dass die neu entdeckte Art schon jetzt vom Aussterben bedroht sein könnte, sofern der Lebensraum verstärkt geschmälert wird.

Quelle: Stri

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