Das Altern betrifft uns alle, ebenso wie der Tod. Ein langes, gesundes Leben steht sicher auf der Wunschliste der meisten Menschen, aber diesen Traum können wir uns schlecht selbst erfüllen. Wissenschaftler sind dem Geheimnis der Langlebigkeit nun ein Stück nähergekommen, indem Sie die Lebenspanne eines Wurms um 500 Prozent ausdehnten.


Symbolbild

Frühere Versuche brachten dem Wurm ein doppelt so langes Leben

Caenorhabditis elegans, kurz C. elegans, musste schon viel über sich ergehen lassen. Der kleine, unscheinbare Wurm ist geradezu prädestiniert, an wissenschaftlichen Untersuchungen teilzunehmen. Auch etliche Versuche zur Ausdehnung der Lebensspanne hat er bereits überstanden, der Rekord lag bei einer Verdopplung der ihm eigentlich zustehenden drei bis vier Wochen. Damals hatten Forscher die Insulin-Zellsignale (IIS) verändert und so erstaunlich langlebige Tiere geschaffen. Die Zellsignalisierung steuert die grundsätzlichen Aktivitäten tierischer, menschlicher und pflanzlicher Zellen und koordiniert auch das Zusammenspiel mehrerer Zellen. Die Veränderung der TOR-Zellsignale brachte in einem anderen Versuch dem Wurm immerhin ein 30 Prozent längeres Leben ein. Das Enzym TOR dient den Zellen als Nährstoffsensor.

Von Bob Goldstein http://labs.bio.unc.edu/Goldstein/movies.htmlEigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link

Es geht darum, Langlebigkeits-Netzwerke zu finden

Es galt bislang die Vermutung, dass, würde man beide Veränderungen (IIS und TOR) miteinander verknüpfen, ein etwa 130 Prozent längeres Leben herauskommen würde. Neueste Forschungen ergaben aber, dass daraus in Realität sagenhafte 500 Prozent werden. Beim Menschen wären das insgesamt 400 zur Verfügung stehende Lebensjahre! Bislang konzentrierte sich die Wissenschaft beim Thema Lebensverlängerung darauf, einzelne Gene und Abläufe zu verändern. »Die Ergebnisse unserer Studie demonstrieren, dass nichts in der Natur in einem Vakuum existiert«, sagt der Hauptautor Jarod Rollins. »Um die effektivsten Anti-Age-Behandlungen zu entwickeln, müssen wir uns nach Langlebigkeit-Netzwerken umsehen, statt Einzelpfade gehen.« Wahrscheinlich müssten sogar individuelle Lösungen für jeden einzelnen Menschen gefunden werden, wäre die Methode tatsächlich dazu geeignet, Männer und Frauen viele Jahre gesund und fit zu halten.


Quelle: newatlas.com

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