Spätestens seit Frank Schätzings Bestseller „Limit“ sollte das Konzept eines Aufzugs in den Weltraum bei vielen in den Köpfen verankert sein. Es gibt auch bereits Bestreben, solch ein Konzept in die Realität umzusetzen. Forscher der Shizuoka University wollen mit Partnern aus der Wirtschaft einen experimentellen Mini-Aufzug bauen, der aber keinen Kontakt zur Erde haben soll, sondern lediglich im Weltraum stationiert sein wird.


Bild: Obayashi

Zwei Minisatelliten bilden die Basis für das Experiment

Das Team möchte von der Internationalen Raumstation ISS aus zwei kleine Cube-Satelliten ins All lassen, die jeweils eine Kantenlänge von 10 Zentimetern haben. Die Satelliten werden dann mit einem etwa 10 Meter langen Kabel verbunden, an dem sich ein Container mit Hilfe eines kleinen Motors entlang bewegen soll. Das Verhalten des Containers soll dabei von an den Satelliten angebrachten Kameras dokumentiert werden.

Bereits am 11. September sollen die beiden kleinen Satelliten gemeinsam mit anderen Cube-Satelliten zur ISS transportiert werden. Wenn das Experiment der Forscher gelingt, wäre dies das erste Mal, dass ein Container sich im All entlang eines gespannten Kabels bewegt. Das wäre ein erster Schritt auf einem langen Weg, an dessen Ende ein Weltraumfahrstuhl stehen könnte – eine fast schon fantastisch anmutende Vision, bei der Personen und Güter in Kabinen entlang eines Kabels von der Erdoberfläche ins All transportiert werden können.


Limit: Roman (Hochkaräter)
Preis: 12,00€
Zuletzt aktualisiert am 26.03.2019

Zu den Partnern des Projekts gehört unter anderem das japanische Unternehmen Obayashi, das ebenfalls an einem eigenen Weltraumfahrstuhl forscht und arbeitet. Obayashi will sechs 18 x 7,2 Meter große Kabinen mit einer Transportkapazität von 30 Passagieren entlang eines Seils auf eine Höhe von 36.000 Kilometern transportieren.

Die Idee eines Weltraumfahrstuhls ist vor allem deshalb so reizvoll, weil sich mit ihm Nutzlast günstig und ohne viel Aufwand ins All transportieren lassen würden. Bis diese Vision Realität wird, müssen aber noch viele Probleme überwunden werden. Das größte Problem dabei ist das Kabel, an dem die Kabinen ins All fahren sollen. Dieses muss gleichzeitig stabil und leicht sein – außerdem ist eine gewisse Widerstandskraft gefragt. Außerdem müssen die Kabinen adäquat vor Weltraumschrott und Asteroiden geschützt werden.

via The Mainichi

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