Stadtbilder ändern sich. Neue Technologien entwickeln sich und machen bestimmte Ladengeschäfte überflüssig. Die zunehmende Verbreitung von schnellen Internetverbindungen und das Aufkommen von Streamingdiensten hat auch die Videothekenbranche schwer getroffen. Viele Läden haben bereits für immer ihre Läden geschlossen, andere versuchen verzweifelt sich von der Konkurrenz aus dem Internet abzuheben.


Videothek
Videothek Ausverkauf via Startnext-Kampagne

Videotheken sind nicht mehr zeitgemäß

Es ist ein Kampf, den bestenfalls einige spezialisierte Läden überleben werden. Filme und Serien online zu schauen, ist in der Regel schlicht günstiger und bequemer, als extra den Weg in die Videothek auf sich zu nehmen. Von daher ist das zunehmende Aussterben der Videotheken nur logisch und folgerichtig. Und doch geht etwas verloren: Das Gefühl durch die Reihen der Videotheken zu streifen, die mit Filmen vollgepackten Regale zu durchstöbern und nach dem perfekten Film zu suchen, kann auch die beste Empfehlungsfunktion bei Netflix nicht ersetzen.
Fotoprojekt soll Charme der Videotheken noch einmal festhalten

Videotheken sind auch ein Teil der allgemeinen Erinnerungskultur. Viele dürften sich daran erinnern, wie sie ihren ersten Videothekenausweis bekamen, wie sie sehnsüchtig auf die Rückgabe des Lieblingsfilms warteten und wie sie unerwartet auf echte Perlen der Filmgeschichte stießen. Der Fotograf Ben Kuhlmann hat sich deswegen noch einmal auf den Weg gemacht, um diesen einzigartigen Charme der Videotheken einzufangen und für die Nachwelt festzuhalten.


Das Projekt soll dabei kein Aufruf zur Rettung der Videotheken darstellen. Der laufende Wandel des Stadtbildes ist ein natürlicher Prozess, der sich nicht steuern oder aufhalten lässt. Videotheken werden dabei nicht die letzten Läden sein, die dauerhaft verschwinden. Mit den Fotos möchte der Fotograf vielmehr der Videothek als Raum eine Art Denkmal setzen. Die Bilder sollen letztlich in einem Fotobuch erscheinen und sind an Kunst-, Kultur- und Filminteressierte gerichtet. Finanziert werden soll der Druck des Buches dabei per Crowdfunding.

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