Die französische Hauptstadt Paris hat regelmäßig mit zu hoher Luftverschmutzung zu kämpfen und versucht daher bereits seit einiger Zeit, weniger Autos in die Stadt zu lassen. Zukünftig soll die Innenstadt für Dieselautos zudem komplett gesperrt werden. Eine Alternative zum Auto ist natürlich das Fahrrad. Allerdings sind die Franzosen in diesem Bereich noch eher zurückhaltend. So nutzen gerade einmal zwei Prozent der Einwohner das Rad, um zur Arbeit zu pendeln. Die französische Regierung versucht bereits seit einiger Zeit, dies zu ändern und hat beispielsweise eine Kilometerpauschale von 25 Cent für jeden Kilometer, der auf dem Weg zur Arbeit mit dem Rad zurückgelegt wird, eingeführt. Bisher allerdings ohne durchschlagenden Erfolg.


Flyer R-Serie Elektrofahrrad
Flyer R-Serie Elektrofahrrad

Gefördert werden nur Räder mit Lithium-Ionen-Akku

Nun folgt daher die nächste Maßnahme: Bürger Frankreichs können sich den Kauf eines Elektrofahrrads mit einer Prämie von 200 Euro bezuschussen lassen. Einzige Voraussetzung: Das Rad darf nur eine Leistung von maximal 3 KW besitzen. Dies ist bei den meisten herkömmlichen Elektrorädern allerdings ohnehin der Fall. Außerdem dürfen keine umweltschädlichen Bleibatterien verbaut werden. In der Vergangenheit hatten einige Hersteller von Elektrofahrrädern auf diese vergleichsweise günstige Batterieform gesetzt. Inzwischen kommen in aller Regel aber Lithium-Ionen Batterien zum Einsatz, sodass die meisten modernen Elektrofahrräder unter die französische Förderung fallen. Angelegt ist das Prämienprogramm zunächst bis zum Jahr 2018 und soll helfen, die vergleichsweise hohen Anschaffungskosten für Elektrofahrräder zu minimieren.

Auch der Ausbau der Infrastruktur ist von Bedeutung

In Deutschland hatten einige Verbände ebenfalls die Einführung einer solchen Kaufprämie gefordert, konnten sich damit bisher aber noch nicht durchsetzen. Anders in der norwegischen Hauptstadt Oslo: Dort wird der Kauf von Elektro-Lasträdern mit einem staatlichen Zuschuss von bis zu 1.200 Euro belohnt. Sowohl bei konventionellen Fahrrädern als auch bei Elektrorädern ist zudem der Ausbau der entsprechenden Infrastruktur von Bedeutung. Denn Studien haben gezeigt, dass mehr Leute das Fahrrad nutzen, wenn es beispielsweise gut ausgebaute Radwege gibt. Auch in diesem Bereich kann Norwegen als Vorbild gelten: Dort werden aktuell rund eine Milliarde Dollar in neue Radautobahnen investiert.


Via: Treehugger

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