Eine neue Fremdsprache zu lernen ist gefragter denn je. Wer privat und persönlich Erfolg haben will, für den sind fließende Englischkenntnisse nach wie vor ein klares ‘Must Have‘. Wer sich zudem auch dem internationalen Arbeitsmarkt durchsetzen will, sollte auch weitere Fremdsprachen, wie etwa Spanisch und Französisch, und das etwas exotischere Mandarin, beherrschen – denn diese Sprachen liegen ebenfalls hoch im Trend. Doch wie lernen sich Fremdsprachen eigentlich am einfachsten? Es gibt verschiedene Mittel und Wege eine neue Sprache zu erlenen. So kann man beispielsweise aus einem ansehnlichen Pool mobiler Anwendungen für das Smartphone und Tablet schöpfen. Auch Online-Plattformen bieten gute Möglichkeiten, dank des Mixes aus Vokabeltraining, Tests, Videomaterial und Coaching mit Muttersprachlern, schnell die Basics drauf zu haben. Aber auch Sprachreisen eignen sich gut, Sprachen neu zu lernen und diese liegen vermehrt auch im Trend.


Gehirnareale
Foto: brain lobes, Allan Ajifo, Flickr, CC BY-SA 2.0

Ähnliche Sprachen lernen sich leichter

Sprachen neu zu lernen stellt unser Gehirn vor eine besondere Herausforderung. Wie Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut aus den Niederlanden jüngst beweisen konnten, ist es von Vorteil, wenn die grammatikalischen Strukturen einer neuen Sprache denen der Muttersprache ähneln. Dann nämlich wird auf die gleichen Hirnregionen zurückgegriffen, während bei Unterscheidungen der Wortstellungen ein neues grammatikalisches Repertoire erst angelegt werden muss. Im Folgenden wollen wir die aktuellen Möglichkeiten einmal aufzeigen, wie ihr die Grundvokabeln des Gastlandes in dem ihr Urlaub macht oder für den zukünftigen Arbeitsplatz recht fix lernen könnt.

Bushotel Urlaubsflavor


1. Einfach Sprachen lernen durch eine Sprachreise

Leben statt lernen – das ist das Prinzip von sogenannten Sprachreisen. Statt also nur restlos vor dem Smartphone, PC oder der Schultafel zu sitzen um endlose Vokabeln zu lernen, steht bei einer Sprachreise vor allem die Immersion in die Sprache und die Kultur des Landes im Vordergrund. Natürlich fällt das Lernen auch auf einer Sprachreise nicht ganz weg. Oftmals lernen Sprachschulen in einzelnen Sitzungen neues Vokabular. Das Besondere jedoch – nach dem Unterricht wird das Erlernte gleich in der Praxis angewendet. Teilnehmer können an Sprachreisen an zahlreichen organisierten Freizeitaktivitäten teilnehmen und so die neugewonnen Kenntnisse gleich unter Beweis stellen. Egal ob beim Networking mit anderen Teilnehmern, bei einer Rundreise durch die Stadt, beim Wochenendausflug in nahegelegene Orte oder bei Sportaktivitäten am Strand.  Durch das „Leben“ der Sprache verbessert sich das eigene Vokabular deutlich schneller, Hemmungen fallen weg und der eigene Horizont wird durch das Eintauchen in die lokale Kultur auch noch erweitert.

Beliebte Sprachreise Ziele

Möchte man die eigenen Englischkenntnisse verbessern, gibt es kaum einen besseren Ort als das Geburtsland der Sprache: England. Vom belebten London bis hin zum hippen Bristol, dem Küstenort Bournemouth oder auch den Universitätsstädten Oxford und Cambridge, die Auswahl an Sprachreise-Destinationen ist schier unendlich. Sehnt man sich nach etwas Sonne und Strand, dann sind auch Ziele wie Malta, Miami, Los Angeles oder Sydney äußerst beliebt für die Sprachreise. Wer stattdessen andere Fremdsprachen verbessern will, sollte in Städte wie Paris, Toronto oder nach Martinique aufbrechen, während beliebte Ziele für eine Spanisch-Sprachreise neben Barcelona auch Playa del Carmen in Mexico und Tamarindo in Costa Rica sind.

2. Anwendungen für mobile Endgeräte

Es gibt bereits eine breite Palette von teilweise sogar kostenlosen Sprachlern-Applikationen. Die kleinen Vokabeltrainer haben den Vorteil, dass bequem von nahezu überall aus gepaukt werden kann. Zuletzt hilft hier auch der Offline-Modus weiter, wenn im Urlaub keine Datenverbindung verfügbar ist, oder die mobilen Datenpakete deaktiviert wurden. Natürlich ist das Erlenen einer neuen Sprachen oder in diesem Fall wohl eher neuer Vokabeln bei Weitem nicht so lebhaft wie bei Sprachreisen. Dennoch dürften auch die mobilen Helferlein effektiv sein. Ein weiterer Vorteil ist auch die 24 Stunden Abrufbarkeit. Bei den Apps gilt es jedoch genauer hinzuschauen. Oftmals wird mit kostenlose „Test-Phasen“ geworben, im Einzelnen sind dann Features wie „Vokabelkärtchen“ und Co dann doch mit saftigen In-App-Käufen versehen. Ist die App jedoch gut aufgebaut und bietet einen deutlichen Mehrwert, dürfte das finanzielle Gegengewicht dann durchaus in Ordnung gehen. Sprachreisen sind ja ebenfalls nicht kostenlos.

Rosetta Stone
Rosetta Stone Screenshot „Spanisch für Anfänger“

3. Sprachlernplattformen

Ursprünglich galten Sprachlernplattformen als Hauptanlaufstelle im Internet, wenn es darum ging mit der Hilfe von Online-Kursen eine neue Sprache zu erlernen oder Grundkenntnisse zu festigen. Apps werden hier als schmückendes Beiwerk und Erweiterungen mit ausgerollt. Wir hatten uns im letzten Jahr einmal Rosetta-Stone näher angeschaut und angetestet. Hier gelangt man von einfach über fordernd bis hin zu schwer in vielen einzelnen Stufen zum Ziel. Der Lernfortschritt wird anhand eines Balkens festgehalten. Einmal die Woche kann man Live-Übungen zusammen mit Muttersprachlern durchführen und das Erlernte auch gleich vom heimischen Bürostuhl aus anwenden. Der Erfolg stellte sich bei unserem Test „Spanisch lernen“ recht schnell ein.

Moderne Online-Lernplattformen entführen den Nutzer auch ein wenig in das neue Land. Dank eindrucksvoller Impressionen und auch Videoaufnahmen, die Muttersprachler in Alltagssituationen zeigen, werden die Verknüpfungen entsprechend verstärkt, sodass am Ende einer Lerneinheit auch gut was hängen bleibt.

Insgesamt gibt es verschiedene Wege eine Sprache neu zu lernen. Die Geschwindigkeit ist allerdings abhängig vom Schwierigkeitsgrad der Sprache und zuletzt auch vom Lern-Engagement des „Schülers“. Generell dürfte es aber nicht von Nachteil sein ein paar Grund-Vokabeln des Landes zu beherrschen, wo man sich gerade aufhält. Oftmals sind es die Sprachbarrieren, die auch Weltreisende teilweise wie falsch programmierte Roboter durch das Gastland taumeln lassen.

uebersetzung-live

Macht Technik das Erlernen von neuen Sprachen bald überflüssig?

Wer einen besonderen Zugang zu Sprachen hat und diese recht schnell und gern lernt, der dürfte durchaus gut damit fahren, mehrere Sprachen im Laufe des Lebens zu erlernen. Ab einer gewissen Anzahl ist diesem jedoch ein Limit gesetzt. In Zukunft könnte uns aber auch Technologie tatkräftig unterstützen. Die Rede ist von intelligenten Sprachübersetzern, die stets dazu lernen und über Kopfhörer beispielsweise Sprachen, während des Sprechens live übersetzen. Andrew Ochoa, der Gründer des US-Unternehmens Waverly Labs, hat Kopfhörer entwickelt, die eines Tages ein Leben ohne Sprachbarrieren ermöglichen sollen. Dabei ist es egal in welches Land man reist und wie schwierig die Muttersprache ist. Die In-Ear-Kopfhörer übersetzen 1zu1. Auf Französisch sollen die Kopfhörer, die sich noch in der Beta-Phase befinden, schon recht gut funktionieren. Ein Videoclip zeigt, wo die Reise einmal hingehen soll.

Auch Skype übersetzt vermehrt in Echtzeit und lernt täglich dazu. Schon 2012 begann Microsoft aktiv eine neuartige Übersetzungssoftware zu entwickeln, die die Stimme des Anwenders in verschiedenen Sprachen und auch im Original übersetzt. Die Betonung und die Stimmfarbe, die ein Gespräch mit dem Gegenüber noch authentischer und lebhafter machen, sind weitere wichtige Punkte, die es zu portieren gilt.

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