Tiefkühlprodukte von Frosta sind in Deutschland (fast) in aller Munde. Jedenfalls gibt der Hersteller an, auf seinem Gebiet hierzulande Marktführer zu sein. Jetzt geht das Unternehmen aus Umweltschutzgründen ein gewisses Risiko ein: Es sattelt von Plastikverpackungen auf Spezialpapier um – und muss deshalb ein wenig die Preise anheben.


Die neuen Papierverpackungen von Frosta / Foto: Pressematerial Firma Frosta, Upload von friederike ahlers

Seit 2003 ohne unappetitliche Zusatzstoffe

Einen ähnlichen Schritt hat Frost in der Vergangenheit schon einmal unternommen. Damals, im Jahr 2003, verbannte es sämtliche Geschmacksverstärker, Farbstoffe und andere unappetitliche Zusätze aus seinen Lebensmitteln. Das verteuerte die Herstellung und die Preise gingen auch für Kunden in die Höhe. Das Resultat. 42 Prozent Umsatzeinbußen – ein harter Schlag für das mittelständische Familienunternehmen. Etwa 18 Monate dauerte es, bis sich die Bilanz wieder eingependelt hatte, dann war das Tief überwunden.

Neue Frostverpackungen gehören ins Altpapier

Jetzt also ein neuer Anlauf: Keine Plastikverpackungen mehr, sondern nur noch Papier. Die Preiserhöhung soll sich diesmal auf ungefähr 5 Prozent belaufen, um die entstehenden Kosten zu decken. Es handelt sich nämlich nicht um ganz normales Papier, sondern um ein Material, das die feuchte Kälte im Tiefkühlfach übersteht und nicht durchweicht. Es ist ungestrichen und ungebleicht, stammt aus nachhaltiger Forstwirtschaft und soll ausschließlich mit wasserbasierten Farben bedruckt werden. Die neuen Frosta-Verpackungen lassen sich problemlos im Altpapier entsorgen und somit dem Recycling zuführen. Um die Lebensmittel vor Mineralölen und anderen Rückständen zu schützen, verwendet die Firma zur Verpackungsherstellung reine Frischfasern und kein Altpapier.


Die Papierverpackungen starten Anfang 2020

Ganze drei Jahre dauerte die Entwicklung der neuen umweltfreundlichen Tiefkühlverpackung. Jetzt sollen die Papierbeutel allen Qualitätsansprüchen genügen und wurden sogar zum Patent angemeldet. Ab Beginn des Jahres 2020 werden sie ganz allmählich in den Verkauf gelangen, dann gibt es Nasi Goreng, Paella und Co. ganz ohne Plastik. Diejenigen Lebensmittel, die schon vorher in Karton verpackt waren, bleiben genau so, wie sie sind.

Quelle: tagesspiegel.de

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