Das Raumfahrtunternehmen SpaceX hat in der Vergangenheit bereits zahlreiche Hürden gemeistert. So etwa die Entwicklung der Falcon Heavy und die Implementierung wieder verwendbarer Raketen. Die größten Pläne liegen allerdings noch vor dem Konzern. Denn die Vision von Firmenchef Elon Musk ist klar: Er will eine menschliche Kolonie auf dem Mars errichten. Bereits seit einiger Zeit arbeiten die Ingenieure des Konzerns daher an einer neuen Rakete namens BFR. Die Abkürzung steht dabei wahlweise für „Big Falcon Rocket“ oder auch „Big Fucking Rocket“. Auf der Entwicklerkonferenz SXSW in den Vereinigten Staaten hat Musk nun ein erstes Detail seines Zeitplans verraten: Schon in der ersten Jahreshälfte 2019 sollen kurze Testflüge stattfinden.


Bild: SpaceX

Im Jahr 2022 soll die Mars-Kolonie starten

Der Unternehmer weiß aber auch, dass sich seine Zeitpläne in der Vergangenheit oftmals als zu ambitioniert erwiesen haben. Und zwar nicht nur bei SpaceX, sondern auch bei dem Elektroautopionier Tesla. Deshalb betonte er nun extra, dass es sich bei den geplanten Flügen der BFR-Rakete um eine „optimistische“ Zeitschiene handelt. All zu große Verzögerungen kann sich SpaceX allerdings nicht leisten. Immerhin soll bereits im Jahr 2022 mit der Kolonisierung des Mars begonnen werden. Anhänger von Musk verweisen in diesem Zusammenhang darauf, dass das private Raumfahrtunternehmen in den letzten Jahren bereits eine Menge Erfahrung im Bereich des Raketenbaus gewonnen hat. Demnach sollten nun deutlich weniger Probleme auftreten als bei der Entwicklung der ersten firmeneigenen Rakete.

Die Nutzlast ist fünfmal so hoch wie bisher

Später soll die BFR-Rakete dann nicht nur für Flüge zum Mars genutzt werden können, sondern auch zur Versorgung der internationalen Raumstation und für Hin- und Rückflüge zum Mond. Auch das Auftanken im Weltraum soll ermöglicht werden. Die maximale Nutzlast wird bei rund 150 Tonnen liegen – und damit in etwa fünfmal so hoch wie bei der aktuell genutzten Falcon Heavy. Seine neuesten Pläne für die Marskolonie verkündete Musk auf der Konferenz dann auch gleich noch: So soll eine Form der direkten Demokratie etabliert werden. Außerdem werden auch andere Firmen Möglichkeiten zur wirtschaftlichen Entfaltung bekommen. So sprach der Unternehmer von „Pizzerien und Bars“ auf dem roten Planeten. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die BFR-Rakete tatsächlich wie geplant funktioniert.


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