Kunststoffe sind in unserem Leben allgegenwärtig. Sie werden als Verpackung für alles mögliche genutzt – sei es Wasser, ein Apfel, Joghurt oder ein Buch, das wir im Buchhandel kaufen. Und langsam wird all das Plastik zum Problem. Genauer gesagt zu einem Müllproblem. Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) hat heute einen Fünf-Punkte-Plan vorgestellt, der gesetzliche und freiwillige Maßnahmen enthält, die den Plastikmüll reduzieren sollen. Wir verraten euch, was in dem Plan der Bundesregierung steht.


Bild: Caroline Power

1. Überflüssiges Plastik vermeiden

Schulze möchte das von der EU bereits beschlossene Verbot von Einweggeschirr, Strohhalmen und Wattestäbchen noch im Jahr 2019 in deutsches Recht überführen. Außerdem soll der Handel sich freiwillig verpflichten, überflüssige Verpackungen von Obst und Gemüse zu reduzieren. Solche Selbstverpflichtungen existieren bereits – etwa beim Verzicht auf Plastiktüten. Zudem soll Leitungswasser verstärkt als Trinkwasser beworben werden, um die Menge von Einwegflaschen zu stoppen. Außerdem will die Regierung bis 2020 Mikroplastik in Kosmetik verhindern.

2. Push für die Biotonne

Verstärkte Aufklärungsarbeit soll das Auftreten von Plastik im Kompost stärker vermeiden. In diesem Rahmen ist auch eine Kampagne gegen Wegwerfgewohnheiten geplant, die unter dem Motto „Weniger ist mehr“ laufen soll.


3. Umweltfreundlichere Verpackungen

Die Bundesregierung möchte, dass sie umweltfreundliche Verpackungen in Zukunft für die Hersteller lohnen. Das soll erreicht werden, indem die Lizenzgelder, die Produzenten an die Mülltrennungssysteme zahlen müssen, niedriger ausfallen, wenn die recyceltes Material zum Einsatz kommt. Außerdem sollen Produkte in Zukunft so zusammengesetzt sein, dass sie verhältnismäßig einfach recycelt werden können.

4. Recyclingquoten erhöhen

2019 soll die Recyclingquote von aktuell 35 Prozent auf 58,5 Prozent erhöht werden. 2022 sollen dann 63 Prozent erreicht werden. So wurde es auch im Verpackungsgesetz beschlossen. Das Bundesumweltministerium will durch Gespräche mit Herstellern, Händlern und Recyclern die Nachfrage nach dem gewonnen Material erhöhen.

5. Verringerung des Meeresmülls

Am Freitag stellte der Deutsche Bundestag für den Kampf gegen den Meeresmüll im Haushalt 2019 50 Millionen Euro zur Verfügung. Das Umweltbundesministerium erklärte, in Zukungt vor allem den Export von Technologien gegen die Vermüllung der Meere zum Thema machen zu wollen.

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