Das Startup Flixbus gehört zu den erfolgreichsten deutschen Firmengründungen der letzten Jahre. Durch geschickte Fusionen und Übernahmen ist es dem Unternehmen gelungen, bei Reisen mit dem Fernbus in Deutschland eine Art Monopol aufzubauen. Dieser Erfolg im Heimatland hat wiederum dafür gesorgt, dass inzwischen auch in zahlreiche andere Länder expandiert werden konnte. So ist das Startup seit einiger Zeit beispielsweise in den Vereinigten Staaten aktiv. Doch nun droht auch in Deutschland wieder Konkurrenz. Denn das französische Unternehmen Comuto bietet seit dieser Woche hierzulande ebenfalls Reisen mit dem Fernbus an. Der Name dafür wurde bei der erfolgreichen Mitfahrbörse des Konzerns entliehen: Die Fahrten werden unter dem Namen BlaBlaBus vermarktet.


Bild: Florian Fèvre [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)]

Der Preis steigt bei starker Nachfrage

Zu Beginn macht das Unternehmen nun mit besonderen Kampfpreisen auf sich aufmerksam. So werden etwa Fahrten von Berlin nach München für 99 Cent angeboten. Allerdings gilt auch hier: Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Am Wochenende und auf viel befahrenen Strecken liegen die Preise demzufolge höher. Dennoch verspricht das Unternehmen auch weiterhin mit günstigen Preisen zu punkten. Den Einstieg in das Geschäft mit Fernbusreisen unternahm Comuto bereits Ende vergangenen Jahres. Damals übernahm das Unternehmen den entsprechenden Geschäftsbereich der französischen Staatsbahn. Während in Frankreich die Busse allerdings teilweise direkt von Comuto betrieben werden, agiert der BlaBlaBus hierzulande – ähnlich wie Flixbus – rein als Plattform.

Das Geld für den Einstieg scheint vorhanden zu sein

Die französische Firma übernimmt also das Marketing und den Vertrieb der Fahrscheine. Die Busse selbst werden aber von mittelständischen Betrieben zur Verfügung gestellt und betrieben. Auf diese Weise soll das Streckennetz vergleichsweise schnell ausgebaut werden können, ohne heftige Anfangsinvestitionen tätigen zu müssen.  Auch so dürfte der Einstieg in den deutschen Markt allerdings nicht ganz billig werden. Denn die Ticketpreise lassen vermuten, dass zumindest zu Beginn Verluste einkalkuliert wurden, um die eigene Marke bekannter zu machen und möglichst viele Kunden zu gewinnen. Leisten kann es sich das Unternehmen. Denn die BlaBlarCar Mitfahrbörse arbeitet bereits seit einiger Zeit profitabel, sodass finanzielle Ressourcen generiert werden, um neue Geschäftsfelder angehen zu können.


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