Wenn die amerikanische Firma Olo 3D Inc. nicht zu viel versprochen hat, dann wird es ab diesem Sommer ein Gerät auf dem Markt geben, das Smartphones mit wenigen Handgriffen zu 3D-Druckern umfunktioniert. Und das Ganze soll nur 99 Dollar kosten.


olo and dog
Olo ist der 3D-Drucker im Taschenformat.

3D-Drucker arbeitet mit Photopolymeren

Das auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter präsentierte Gadget besteht grob gesehen aus einer mehrteiligen, grauen Box, die auf das liegende Smartphone gesetzt wird. Der Nutzer gibt nun noch eine farbige Flüssigkeit hinein und bald darauf beginnt der Druckvorgang. Da die Druckerbox natürliche eine begrenzte Größe besitzt, können die darin entstehenden Objekte nur bis zu ungefähr 5 cm groß sein, dafür sollen sie aber eine relativ hohe Auflösung besitzen. 36 Mikrometer werden laut Olo in der Höhe, erreicht das wären etwa 600 dpi. Das System arbeitet mit einem lichtempfindlichen Polymer, das durch die Handybeleuchtung gezielt ausgehärtet wird. Wie sich das aus dem Display austretende Streulicht allerdings so genau fokussieren lässt, darüber schweigt sich der Hersteller des Mini-3D-Druckers aus. Eventuell verwendet Olo eine Lichtleiterplatte.

Aushärtung erfolgt Schicht für Schicht

Die Aushärtung des Kunststoffs erfolgt Schicht für Schicht, sodass für einen Druckvorgang eine geraume Zeit eingeplant werden sollte. In einer animierten Darstellung auf der Kickstarter-Seite vergehen 3 Stunden und 53 Minuten, bis ein Objekt fertiggestellt ist. Also wäre es wohl angeraten, sich zum Drucken ein Zweitgerät anzuschaffen oder den Vorgang über Nacht in Gang zu setzen, wenn das Smartphone nicht für andere Zwecke benötigt wird. Farbe und Flexibilität des entstehenden Gegenstandes sind abhängig vom jeweils ausgewählten Photopolymer, hier kann der Nutzer also ganz nach Wunsch variieren. Olo schlägt sogar vor, das System für dreidimensionale Nachrichten zu nutzen: Zum Beispiel lässt sich das Bild eines Verlobungsringes an die Geliebte versenden, die sich das gute Stück dann selbst ausdrucken kann.


Der Smartphone-Drucker Olo im Video

Crowdfunding-Ziel jetzt schon bei weitem überschritten!

Die Olo-Kampagne auf Kickstarter läuft noch bis zum 20. April, die angestrebten 80.000 Dollar sind allerdings jetzt schon bei weitem überschritten: Die eifrigen Unterstützer haben bis zum jetzigen Zeitpunkt 1.800.000 Dollar zusammengebracht!

Quelle: kickstarter.com

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1 Kommentar

  1. Christoph

    3. April 2016 at 23:54

    Das ist an sich eine feine Idee. Ich würde aber eine extralampe einbauen. Die kann ja auch über Akku laufen oder eben am Netz. Ich glaube, dass es die Leute stört, wenn sie ihr Handy so lange nicht mehr benutzen dürfen. Danach können dann ja auch größere Modelle gebaut werden.

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