In vielen britischen Pubs ist es üblich, dass die Bestellungen nicht am Tisch aufgenommen werden. Stattdessen begeben sich die Gäste zur Theke und ordern dort Speisen und Getränke. Gerade zu Stoßzeiten kann dies aber dazu führen, dass viele Menschen gleichzeitig nach vorne drängen. Für das Personal hinter der Theke ist es dann oft schwierig, den Überblick zu behalten, wer zuerst bedient werden sollte. Hilfe könnte zukünftig von technologischer Seite kommen. Denn die Firma DataSparQ hat eine Software namens A.I.Bar entwickelt, die automatisch erfassen soll, in welcher Reihenfolge die Gäste an der Theke ankamen. Diese Information wird dann auf einem für alle ersichtlichen Bildschirm geteilt. Die Kellner werden zudem zusätzlich über ein iPad informiert.


Bild: DataSparQ

Jüngere Gesichter müssen einmal ihren Ausweis vorzeigen

Bei einem ersten Test in einer Londoner Cocktail-Bar funktionierte das System bereits sehr gut. Gegenüber der Zeitung „Evening Standard“ berichtete der Barangestellte Luka KovijaniÄ, dass sich die Gäste zwar weiterhin über die zu hohen Bierpreise beschwert hätten. Das sonst übliche Gemecker über Vordrängler gehörte aber der Vergangenheit an. Die Software bietet zudem eine Reihe von Zusatzfeatures an. So können die Kunden auf dem Bildschirm ihre voraussichtliche Wartezeit sehen. Außerdem werden Personen, die jünger als 25 Jahre aussehen, automatisiert erfasst. Hier werden die Kellner dann aufgefordert, den Ausweis zu kontrollieren. Dank der Software muss dies aber nur bei der ersten Bestellung geschehen. Denn anschließend wird diese Information ebenfalls auf dem Bildschirm vermerkt.

Die Software kann angemietet werden

Für die Zukunft sind zudem weitere Optionen geplant. So könnte auch erfasst werden, was die einzelnen Gäste jeweils bestellt haben. Stellt sich jemand dann erneut an, würde eine einfache Handbewegung ausreichen, um noch einmal das selbe zu ordern. Hohe Anfangsinvestitionen sind für die Pubs und Bars nicht notwendig. Denn die Gesichtserkennungssoftware wird monatlich zum Preis von 199 Pfund vermietet. Voraussetzung ist allerdings eine funktionierende Internetverbindung. Angst um die Sicherheit ihrer Daten müssen sich die Gäste zudem nicht machen. Alle erfassten Informationen werden jeweils nach 24 Stunden wieder gelöscht. Das System kann also nicht genutzt werden, um beispielsweise die Häufigkeit der Besuche bestimmter Personen zu analysieren.


Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.