Die NASA arbeitet aktuell konsequent daran, die Erforschung des Mars weiter voranzutreiben. So soll in zwei Jahren eine unbemannte Raumsonde namens Mars 2020 auf dem roten Planeten landen. Dazu ist geplant, dass sich der Fallschirm rund 10.000 Meter über der Marsoberfläche bei Schallgeschwindigkeit öffnet. Auf diese Weise wird das Raumfahrzeug verlangsamt und eine Landung wird möglich. Die Problematik dieses Ansatzes fasst der zuständige Projektmanager John McNamee in einem Satz zusammen: „Wir haben nur einen Fallschirm und dieser muss funktionieren.“ Die beteiligten Ingenieure haben daher bereits vor einiger Zeit mit einer Vielzahl von Tests begonnen. Neben der hohen Geschwindigkeit gibt es zwei weitere Herausforderungen: Zum einen soll Mars 2020 mehr Gewicht als jemals zuvor auf den roten Planeten transportieren. Außerdem herrscht dort eine andere Atmosphäre als auf der Erde.


Der Fallschirm entfaltete sich innerhalb eines Sekundenbruchteils

Um die Bedingungen zu simulieren wurde der Fallschirm von einer Rakete auf eine Höhe von 38.000 Metern gebracht. Dort wurde die Ladung dann von der Rakete entkoppelt und die Abfangvorrichtung aktiviert. Das Experiment funktionierte: Innerhalb von gerade einmal 0,4 Sekunden entfaltete sich der Fallschirm zu seiner ganzen Größe von 17,70 Metern. Dabei musste der Schirm Zugkräfte von bis zu 32.000 Kilogramm aushalten – rund 85 Prozent mehr als bei der geplanten Landung auf dem Mars. Möglich wurde dies auch durch den Einsatz des richtigen Materials: Der Fallschirm besteht aus einer Mischung von Fasern aus Nylon, Technora und Kevlar. Die Tests in dieser Höhe wurden damit erfolgreich abgeschlossen. Nun soll der Fallschirm auf der Erde seinen letzten Schliff erhalten und abschließend noch einmal in der niedrigeren Stratosphäre testweise eingesetzt werden.


Auch China will langfristig zum Mars

Die NASA jedenfalls war mit dem Verlauf des Experiments sehr zufrieden. So kommentierte Projektmanager McNamee „Die ASPIRE Tests haben erstaunlich detailliert gezeigt, wie unser Fallschirm reagieren wird, wenn er erstmals während eines Überschallflugs hoch über dem Mars zum Einsatz kommt. Und lassen sie mich eins sagen: Es sieht wunderschön aus.“ Noch wichtiger dürfte den beteiligten Ingenieuren aber die Tatsache sein, dass der Fallschirm die Ladung von Mars 2020 dann auch sicher ans Ziel bringt. Das nun durchgeführte Experiment dürfte die Entwickler in ihrer Zuversicht bestärkt haben. Dies Vereinigten Staaten sind allerdings nicht die einzige Nation, die an einer Mars-Sonde arbeitet. Ähnliche Projekte sind auch von der Europäischen Raumfahrtagentur und aus China bekannt.

Via: New Atlas

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1 Kommentar

  1. Björn

    8. November 2018 at 10:07

    Warum muss es denn bitte drei Mars-Programme geben?!
    Wäre das Weltall(Mond, Mars, Meteoriten, etc.) nicht der perfekte Ort um mal endlich an einem(!) Strang zu ziehen…(?)

    =(

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