Der neu gewählte US-Präsident Donald Trump gilt als großer Anhänger fossiler Energiequellen. Neben der Förderung der Kohle dürfte er daher auch versuchen, die Öl- und Gasförderung in den Vereinigten Staaten auszuweiten. Noch aber ist die Regierung von Barack Obama im Amt. Und diese versucht, zumindest einige umweltpolitische Leitplanken einzuziehen, an denen auch Trump nicht vorbeikommt. So hat das Innenministerium nun die Konzessionen für Öl- und Gasbohrungen in den nächsten fünf Jahren ausgeschrieben. Darin sind zwar weiterhin Offshore-Bohrungen im Golf von Mexiko enthalten. Im Atlantik und in der Arktis sollen vorerst aber keine Bohrplattformen erlaubt werden. Umweltschützer zeigten sich zumindest über diesen Aspekt sehr erfreut.


Foto: By TheConduqtor (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons
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Protest von Anwohnern und Unternehmen zeigte Wirkung

Denn ursprünglich hatte auch die Obama-Administration ganz andere Pläne und wollte vor allem entlang der Atlantikküste den Abbau von Öl und Gas ermöglichen. Die betroffenen Bürger wehrten sich allerdings und reichten insgesamt zwei Millionen Unterschriften gegen die geplante Neuregelung ein. Auch zahlreiche an der Küste beheimatete Unternehmen sprachen sich lautstark gegen neue Ölbohrungen aus. Dies scheint zu einem Umdenken geführt zu haben. Allerdings bietet die nun getroffene Neuregelung auch keinen umfassenden Schutz. Denn theoretisch kann die Trump-Regierung natürlich ein neues Verfahren einleiten und weitere Konzessionen vergeben – dies dürfte aber einiges an Zeit in Anspruch nehmen. Die Hoffnung der Umweltschützer ist, dass bis zum Ende des Prozesses dann schon wieder ein neuer Präsident im Weißen Haus sitzt.

Auch der Fracking-Boom ist bereits wieder vorüber

Zumal auch Trump und die Republikaner natürlich auf die Stimmung in der Bevölkerung achten müssen. So liegen mit North Carolina, South Carolina, Georgia und Florida immerhin vier Staaten an der Atlantikküste, die bei der Präsidentschaftswahl für Trump stimmten. In den vergangenen Jahren stammte das meiste in den USA abgebaute Öl und Gas allerdings gar nicht aus Offshore-Projekten. Vielmehr war es der Fracking-Boom, der dafür sorgte, dass die USA kein Öl und Gas mehr importieren mussten. Viele der Fracking-Firmen befinden sich aufgrund des niedrigen Ölpreises aktuell aber in finanziellen Schwierigkeiten.


Via: Inhabitat

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