Tri Huynh lebt zwar in der Bay Area, arbeitet aber nicht bei Tesla. Dennoch wird sein Name aktuell oftmals in Zusammenhang mit dem Autobauer genannt. Denn als einer der ersten Kunden weltweit, besitzt er das komplette nachhaltige Energiepaket des Konzerns: Sein Dach wurde mit Solarschindeln gedeckt, der dort produzierte Strom kann in Powerwalls gespeichert werden und ein Tesla Model 3 trägt zum Verbrauch der Sonnenenergie bei. Damit lässt sich bei Huynh beobachten, wie das von Elon Musk entworfene Haus der Zukunft einmal aussehen könnte. Außerdem wird nun etwas klarer, was die Installation der Solardachziegeln tatsächlich kostet. Bisher hatte Tesla hier nur mit Zahlen operiert, in die bereits die Einsparungen durch den selbst erzeugten Strom inkludiert waren.


Das innovative Solardach kostete rund 100.000 Dollar

Huynh benötigte eigenen Angaben zufolge ohnehin ein neues Dach und schaute sich daher auf dem Markt genau um. Eine konventionelle neue Abdeckung mit darauf installierten klassischen Solarmodulen hätte ihn demnach 70.000 Dollar gekostet. Für die Lösung von Tesla – inklusive der drei Energiespeicher mit einer Kapazität von 40 Kilowattstunden – zahlte er hingegen 100.000 Dollar. Ob er damit langfristig tatsächlich günstiger fährt, wird aber wohl erst der Test unter realen Bedingungen in den nächsten Jahren zeigen. Der Start musste allerdings zunächst noch verschoben werden: Bisher wurde noch keine offizielle Genehmigung für die hauseigene Stromproduktion erteilt. Der dafür zuständige lokale Energieversorger hat offenbar mit einem massiven Rückstau an entsprechenden Anträgen zu kämpfen.

Die Installation war vergleichsweise aufwändig

Interessant sind zudem die Angaben über die Dauer der Installation. Demnach waren zehn bis fünfzehn Personen rund zwei Wochen damit beschäftigt, das alte Dach ab zu tragen und die neuen Solarschindeln zu installieren. Dieser doch recht große zeitliche und personelle Aufwand dürfte einer der Gründe sein, weshalb Neukunden mit einer langen Wartezeit rechnen müssen. Bereits unmittelbar nach Beginn der Bestellphase hatte Tesla verkündet, die Solardächer seien bis weit in das Jahr 2018 hinein ausgebucht. Seitdem ist es zudem zu weiteren Verzögerungen gekommen. Einer der Gründe: Der Konzern hat Schwierigkeiten, gut ausgebildete Handwerker zu finden. Bei der Powerwall und dem Model 3 kam es zusätzlich zu massiven Produktionsproblemen, die erhebliche Managementkapazitäten gebunden haben.


Via: Electrek

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