Fleißige Gartenarbeit trägt immer irgendwelche Früchte, sei es in essbarer Variante, in ansehnlicher Pflanzenform oder bezüglich unseres Wohlbefindens. Denn das aktive Gärtnern verbrennt nicht nur einfach Kalorien, sondern wartet auch mit anderen angenehmen Nebeneffekten auf. Nur den Rücken sollte man sich dabei besser nicht verknacksen!


Liebe deinen Garten – er liebt dich zurück! / Foto: Screenshot aus dem Youtube-Video von Clemens G. Arvay

Rückkehr auf die natürliche Schiene des Kalorienabbaus

Wir fahren im Auto zur Arbeit, nutzen den Aufzug zum Büro und verbringen dann einen Teil unserer Freizeit im Fitness-Studio, um unsere degenerierten Muckis aufzubauen. Hätten wir nicht gleich das Fahrrad und die Treppe nehmen können? Zugleich fahren wir mit dem Auto in den Supermarkt, um unser Essen zu kaufen, bauen aber die Kalorien längst nicht mehr durch die eigenhändige Produktion der Lebensmittel ab. Wenn wir eigene Früchte im Garten anbauen, kehren wir zurück auf die natürliche Schiene und können uns damit – zumindest im Sommer! – sogar ein Stück weit das Fitness-Center sparen.

Stärkere Muskeln, gesünderes Herz, niedrigeres Infektrisiko

Eine manuelle Gartenrodung kostet uns etwa 400 kcal pro Stunde, dagegen kommt nur noch die physisch anspruchsvolle Gartengestaltung mit 400 bis 600 kcal an. Rasenmähen mit dem Handmäher verbraucht um die 300 kcal pro Stunde, das Zusammenharken von Blättern 350 bis 450 kcal. Auch der obligatorische Rundgang mit der Gießkanne kann sich sehen lassen, er kostet uns etwa 120 kcal. Zudem produzieren Menschen, die regelmäßig gärtnern, eine geringere Menge des Stresshormons Cortisol und können deshalb besser schlafen und entspannen. Auch reduziert die Gartenarbeit das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko und stärkt die Muskeln an Armen, Beinen und im Rücken. Der immer wiederkehrende Kontakt mit Bodenbakterien stärkt das Immunsystem und hält Infektionen fern, und die Gewandtheit der Finger nimmt ebenfalls zu.


Clemens G. Arvay spricht über die heilende Wirkung des (Wald)gartens

Wie wäre es mit einem gemeinschaftlichen Gärtnerprojekt?

Ganz nebenbei besteht beim Eigenanbau von Früchten keine Notwendigkeit, womöglich umweltschädigende Verpackungen zu nutzen oder weite Transportwege in Kauf zu nehmen. Und die Natur profitiert von dem ökologisch angelegten Garten, der Insekten und Vögeln ein Zuhause bietet – und vor allem auch die Bienen mit Nahrung sowie einem artgerechten Lebensraum versorgt. Beim Menschen kommen schließlich kostengünstige, ungespritzte Lebensmittel auf den Tisch, die in den meisten Fällen viel besser schmecken als die vorbehandelten Supermarktprodukte. Für gesundheitsbewusste Naturfreunde ohne eigenen Garten bietet sich die Möglichkeit an, sich mit Freunden zusammenzuschließen und ein gemeinschaftliches Gärtnerprojekt auf gepachtetem Land zu starten. Na, wie wär’s?

Quelle: treehugger.com

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