Das Weihnachtsgeschäft lief für Samsung alles andere als prächtig. Unter anderem weil deutlich weniger Smartphones verkauft wurden als geplant, gingen Umsatz und Gewinn deutlich zurück. Als Reaktion darauf hatte der Konzern nun die Bill Graham Konferenzhalle in San Francisco gemietet, um dort mit neuen Produkten wieder für positive Schlagzeilen zu sorgen. Insgesamt stellte Firmenchef DJ Koh vier neue Smartphone-Modelle vor. Die meiste Aufmerksamkeit erhielt allerdings das Galaxy Fold. Auf den ersten Blick scheint es ein ungewöhnlich dickes Smartphone mit einem eher kleinen Display zu sein. Doch mit einer einfachen Handbewegung lässt sich das Smartphone aufklappen und man erhält eine Art Mini-Tablet mit einer Display-Diagonalen von immerhin 18,5 Zentimetern. Bisher hat lediglich das Startup Royole ein ähnliches Produkt präsentiert.


Bild: Samsung

Eine neue Polymerschicht sorgt für ein einheitliches Bild

Das Galaxy Fold wurde in San Francisco lediglich auf der Bühne gezeigt, sodass über Gewicht und Nutzbarkeit bisher nicht viel gesagt werden kann. Zumal sich Samsung mit detaillierten Informationen noch eher zurückhielt. Bekannt ist lediglich, dass das Gerät über insgesamt sechs Kameras und zwei integrierte Akkus verfügt. Außerdem wurden noch einige technische Leistungsdaten verkündet: Der Arbeitsspeicher liegt bei 12 Gigabyte und der interne Speicher bei 512 Gigabyte. Über die Technologie hinter dem faltbaren Display ist bisher auch nur wenig bekannt. Samsung sprach lediglich von einer „neuen Polymerschicht“, die dafür sorgt, dass das Scharnier in der Mitte nicht zu sehen ist. Etwas unruhig wurde es bei der Präsentation schließlich, als der Preis des neuen faltbaren Smartphones verkündet wurde: Dieser liegt in den Vereinigten Staaten bei stolzen 1980 Dollar.

Facebook und Google haben bereits angepasste Apps entwickelt

Für Europa, wo die Markteinführung Anfang Mai erfolgen soll, wurde noch keine konkrete Zahl benannt. Es gibt aber wenig Anlass zu der Hoffnung, dass es hierzulande deutlich günstiger werden könnte. Samsung selbst spricht daher auch von einem Luxus-Produkt. Ob sich die Technologie langfristig durchsetzen wird, dürfte auch davon abhängen, wie die App-Entwickler auf die neuen Möglichkeiten reagieren. Auf der Bühne in Kalifornien wurde gezeigt, dass zumindest Google und Facebook bereits optimierte Anwendungen entwickelt haben – etwa Google Maps. Bei entsprechender Nachfrage könnte das faltbare Display langfristig in größeren Stückzahlen produziert werden, wodurch dann auch die Kosten pro Gerät deutlich sinken würden. Dann wäre der Schritt vom Luxus- zum Massenprodukt möglich. Samsung scheint auf genau eine solche Entwicklung zu setzen.


Via: BBC

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