Der Sommer 2018 war ein echter Dürresommer. Die Folge: Den Böden fehlt eine ganze Menge Wasser. Der Obst- und Weinanbau ist auf mehr Regen angewiesen. Ob der kommt, ist aber mehr als unsicher.


Foto: Dry!, TheZionView View, Flickr, CC BY-SA 2.0

Der Deutsche Wetterdienst ist besorgt

Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass auch der Sommer 2019 problematisch werden könnte. Es hat seit Wochen kaum geregnet, und viele Böden sind erneut sehr trocken. Es brennen auch wieder Wälder. In ganz Deutschland herrscht hohe Waldbrandgefahr, im Osten wurde teilweise die höchste Warnstufe 5 ausgerufen. Und mindestens bis zum morgigen Freitag soll das Wetter so bleiben.

Grund genug für den Deutschen Wetterdienst (DWD), sich besorgt zu zeigen. „Hält die Trockenheit an, droht der nächste Dürresommer in Deutschland„, so der DWD am Dienstag. Erneut sei es zum Start der Vegetationsperiode in viele Regionen des Landes deutlich trockener als im langjährigen Durchschnitt. Die Situation sei mit dem letzten Sommer vergleichbar und im Grund noch alarmierender. Denn durch den vorangegangenen Dürresommer sind die Böden deutlich trockener als letztes Jahr um diese Zeit. Daher kann die nun drohende Dürre noch schlimmer werden als die aus dem letzten Jahr, so Experten.


Gefahr für Reben und Obstbäume

Auch der Deutsche Wetterdienst kann den kommenden Sommer nicht genau vorhersagen. Aber dennoch sollten die Warnungen ernst genommen werden. So ist es derzeit im gesamten Osten Deutschlands zu trocken. In Neuruppin etwa kamen im April ganze 0,4 Liter Regen pro Quadratmeter zusammen – viel zu wenig. Ähnlich sieht es in Hof (0,6 Liter pro Quadratmeter), Nürnberg (4,5 Liter) und Würzburg (3,9 Liter) aus. Zudem sind die Wasserspeicher des Bodens angeschlagen, da in den letzten Monat deutlich zu wenig Regen viel.

Insbesondere in der Landwirtschaft holt uns die Dürre aus dem letzten Jahr aktuell ein. Tiefliegende Bodenschichten reagieren nur sehr träge auf. Regenfälle, und die Wasserspeicher sind ausgelaugt. Die Trockenheit in den unteren Schichten könnte vor allem Tiefwurzlern wie Obstbäume und Weinreben gefährlich werden. Eine Dürre wie im letzten Jahr würden viele Pflanzen nicht überleben, so Experten.

Der Monat April ist ein gutes Beispiel für die Veränderungen des Klimas. Während man früher von „Aprilwetter“ sprach und damit das kühle, launische Klima in diesem Monat meinte, zeigt der April sich nun seit einigen Jahren eher sommerlich warm. „ Außergewöhnlich intensive Wärmephasen im Frühjahr haben in den letzten 25 Jahren deutlich zugenommen„, so das Klimabüro des Deutschen Wetterdienstes bereits im letzten Jahr.

Das letzte Jahr stellte mit einer Temperatur, die vier Grad über den Normalwerten lag, einen Rekord auf. Sollte sich das dieses Jahr wiederholen, könnte das zu einem echten Problem werden.

via DWD

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