Der Plan von SpaceX steht bereits seit einigen Jahren fest: Das Unternehmen will Geld damit verdienen, Weltraumtouristen einmal um den Mond zu fliegen. Eine Landung auf dem Erdtrabanten ist nicht vorgesehen. Immerhin nähert sich die Transportkapsel dem Himmelskörper aber auf bis zu 200 Kilometer. Nun konnte Firmenchef Elon Musk tatsächlich einen ersten Kunden präsentieren: Den japanischen Mode-Unternehmer Yusaku Maezawa. Dieser will zudem nicht alleine fliegen, sondern noch sechs bis acht Künstler aus verschiedenen Disziplinen mitnehmen. Seine Hoffnung ist, dass die inspirierende Reise zum Mond dann auch Einfluss auf die Kunst der Teilnehmer haben wird. Dieser Wunsch des Japaners dürfte auch der Grund sein, weshalb SpaceX entgegen der ursprünglichen Planung nun die neu entwickelte „Big Falcon Rocket“ für den Flug nutzen möchte.


Mond
Foto: Dino Abatzidis, via Flickr. CC BY-NC-SA 2.0

Maezawa wurde reich durch den Verkauf von Mode über das Internet

Maezawa hat das nötige Kleingeld für die Reise in den Weltraum mit dem Mode-Unternehmen Zozo verdient. Im Jahr 1998 gegründet, setzte die Firma als eine der ersten in der Branche konsequent auf den Verkauf über das Internet. Dass sich dahinter ein tragfähiges Geschäftsmodell verbarg, zeigte sich kurz nach der Jahrtausendwende, als der Konzern das Ende der Dotcom-Blase mehr oder weniger schadlos überstand. 2010 brachte Maezawa das Unternehmen schließlich an die Börse. Den Schätzungen des Forbes-Magazin zufolge gibt es aktuell nur 13 reichere Japaner. Sein Vermögen wird auf knapp drei Milliarden Dollar taxiert. Wie viel er davon für den Flug zum Mond abgeben muss, wurde bisher nicht bekannt gegeben. Es scheint aber zumindest keine ganz geringe Summe zu sein.

Seit 46 Jahren war kein Mensch mehr in der Nähe des Mondes

Denn zum einen sprach SpaceX-Chef von „sehr viel Geld“, das der Japaner zahle. Zum anderen wurde bekannt, dass der erste Passagier sich auch an den Entwicklungskosten beteiligen wird. Diese schätzt Musk auf rund fünf Milliarden Dollar, gab aber auch eine recht große Spannweite an: Demnach werden die Ausgaben nicht bei weniger als zwei Milliarden Dollar und nicht bei mehr als zehn Milliarden Dollar liegen. Der letzte bemannte Flug zum Mond fand im Jahr 1972 statt. Anschließend verschoben sich die Prioritäten der NASA. Auch SpaceX muss zunächst noch einige weitere Aufträge abarbeiten, bevor das Mond-Projekt mit voller Intensität angegangen werden kann. So ist das Unternehmen für den Transport von Astronauten zur internationalen Raumstation verantwortlich – hat dort aber mit einem zu optimistischen Zeitplan zu kämpfen. Der Flug rund um den Mond ist für das Jahr 2023 geplant.


Via: Reuters

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