Traditionell versucht Apple möglichst wenig über die Entwicklung neuer Produkte zu verraten. Lange Zeit gab es daher nicht einmal eine offizielle Bestätigung dafür, dass der iPhone-Produzent an einem selbstfahrenden Auto arbeitet. Inzwischen hat Firmenchef Tim Cook sich aber zu der Entwicklungsarbeit bekannt. Anders als bei den Konkurrenten Google und Uber werden auch weiterhin nur selten Details über das Programm veröffentlicht. Nun aber sah sich der Konzern zu einer Meldung gezwungen. Denn erstmals war ein autonomes Auto von Apple in einen Unfall verwickelt. Dem Bericht zufolge handelte es sich aber lediglich um einen kleinen Auffahrunfall bei niedriger Geschwindigkeit. Demnach entstanden zwar an beiden Fahrzeugen leichte Beschädigungen, Personen wurden aber nicht verletzt.


Apples Firmensitz in Cupertino. Foto: Joe Ravi [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Das Zusammentreffen von menschlichen Fahrern und autonomen Autos birgt Gefahren

Folgt man dem offiziellen Bericht, ereignete sich der Unfall folgendermaßen: Das Apple-Auto fuhr mit einer Geschwindigkeit von weniger als 1,6 Stundenkilometern und suchte nach einer Lücke, um auf eine Schnellstraße zu wechseln. Ein nachfolgender menschlicher Fahrer unterschätzte offensichtlich die geringe Geschwindigkeit und fuhr mit rund 24 Km/h auf das Fahrzeug auf. Diese Art von Unfällen ist bei selbstfahrenden Autos nicht ungewöhnlich. Denn die integrierte Software fährt deutlich vorsichtiger als dies bisher im Straßenverkehr üblich ist – was oftmals den Erfahrungswerten anderer Fahrer widerspricht. Langfristig soll sich diese Problematik aber von selbst lösen, weil irgendwann nur noch Autos mit autonomer Steuerung unterwegs sind. Bis dahin dürften wir aber noch öfter von solchen und ähnlichen Zusammenstößen hören.

Auch Google, Uber und Tesla mussten schon von Unfällen berichten

Denn Apple ist keineswegs der erste Konzern, dessen selbstfahrende Autos in einen Unfall verwickelt waren. So berichtet Google immer wieder von kleineren Unfällen. Ein Auto von Uber war zudem sogar bereits in einen tödlichen Unfall verwickelt. Der Autopilot von Tesla wiederum ist lediglich ein Fahrassistenzsystem, wird von einigen Fahrern aber zur autonomen Steuerung missbraucht – was ebenfalls schon tödliche Folgen hatte. Experten gehen aktuell dennoch davon aus, dass autonome Autos auf lange Sicht die Zahl der Unfälle mit Personenschaden im Straßenverkehr deutlich reduzieren werden. Denn bisher ist es in der Regel menschliches Versagen, dass für Kollisionen und die daraus entstehenden Folgen verantwortlich ist. Aktuell haben selbstfahrende Autos aber noch nicht ausreichend Kilometer abgespult, um diese Vermutung auch statistisch belegen zu können.


Via: Mashable

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