Die meisten Autobauer verdienen aktuell mit dem Verkauf von Elektroautos noch kein Geld. Dies dürfte sich erst ändern, wenn die Verkaufszahlen eine gewisse Größenordnung erreicht haben. Dennoch ist es wichtig, bereits jetzt in diesen Bereich zu investieren. Denn wenn das Geschäft mit dem Verbrennungsmotor erst einmal zu bröckeln beginnt, könnten die finanziellen Mittel für Investitionen in neue Antriebsformen fehlen. Dass es sich durchaus lohnen kann, im Bereich der Elektromobilität geduldig zu bleiben, zeigt das Beispiel der Formel E. Die Rennserie wurde anfangs ein wenig belächelt – nicht zuletzt weil die Fahrer während des Rennens das Auto wechseln mussten. Inzwischen erfreut sie sich aber einer immer größeren Beliebtheit und konnte in der vergangenen Saison erstmals einen Gewinn in Höhe von einer Millionen Euro verbuchen.


Die Einnahmen stammen hauptsächlich aus drei Quellen

Die drei Saisons davor hatte die Rennserie hingegen noch jeweils mit Verlusten in zweistelliger Millionenhöhe abgeschlossen. 2017/18 beispielsweise lag der Fehlbetrag bei 26,4 Millionen Euro. Grundsätzlich basiert die Finanzierung der Rennserie auf drei Säulen: Den Sponsoreneinnahmen, den Gebühren der Austragungsstätten und der Vermarktung der Medienrechte. Wobei die Zahlungen der Werbepartner für rund fünfzig Prozent der Einnahmen sorgen und sich die andere Hälfte auf die beiden weiteren Säulen verteilt. Im vergangenen Jahr konnten nun insbesondere die Sponsoreneinnahmen deutlich um fünfundzwanzig Prozent gesteigert werden. Teilweise gibt es hier aber auch sich gegenseitig verstärkende Effekte. So findet das erste Rennen der neuen Saison in Diriyya in Saudi-Arabien statt, während gleichzeitig Saudi Arabian Airlines als neuer Sponsor gewonnen werden konnte.


Mehr als 400.000 Zuschauer besuchten die 13 Rennen

Möglich ist der finanzielle Erfolg der Formel E allerdings nur, weil sich weltweit immer mehr Menschen für die Rennserie interessieren. Auch in diesem Bereich gab es in der letzten Saison neue Rekordwerte zu vermelden. So wurden die 13 Rennen weltweit von insgesamt 441 Millionen Fernsehzuschauern gesehen – was einem Plus von vierundzwanzig Prozent entspricht. Zusätzlich fanden sich an den Rennstrecken noch einmal mehr als 400.000 Fans ein. In der nächsten Saison könnten zudem zwei bekannte Marken dafür sorgen, dass das Interesse noch weiter zunimmt. Denn mit Mercedes-Benz und Porsche gehen dann zwei Veteranen des Rennsports erstmals in der Formel E an den Start und dürften für zusätzliches Prestige sorgen. Aus heutiger Sicht spricht somit vieles dafür, dass sich die finanzielle Erfolgsgeschichte der Rennserie fortsetzen wird.

Via: Sponsors

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