Gencode Editor in Planung
Gencode-Editor aus den USA.

Die Genforschung hat sich in den letzten Jahrzehnten rasant weiter entwickelt, so weit, dass ein privates Unternehmen namens Editas Medicine aus den USA den ersten „Gen-Editor“ entwickeln konnte und schon in kürzester Zeit den ersten Menschen mit Gendefekten behandeln will. Der erste Patient der schon in Kürze als manipulierte Version seines Gleichen durch die Welt laufen soll, ist schon seit seiner Geburt blind. Der Gen-Editor könnte dafür sorgen, dass die Netzhaut des Patienten ihre normale Funktion wieder aufnimmt und ihm so das Augenlicht zurückgibt. Mehr zum Gencode-Editor aus den USA lest ihr in diesem Beitrag. 


Erster Mensch unterzieht sich Genmanipulation

Die Chefin des Unternehmens Editas Medicine, Katrine Bosley, hat erst vor wenigen Tagen auf einer Konferenz in den USA angekündigt, dass schon im nächsten Jahr die ersten Tests zum neuen, revolutionären Gen-Editor des Unternehmens an blinden Patienten anlaufen sollen. Eine Ursache für Blindheit kann die sogenannte „Lebersche Kongenitale Amaurose“ sein. Eine Krankheit der Netzhaut, die auf ein Gendefekt zurückzuführen ist. Dieser Gendefekt verhindert die Produktion eines bestimmten Proteins, welches die Netzhaut zur Funktion benötigt. Genau diesen Gendefekt will das Unternehmen reparieren und so die Krankheit heilen.

Gen-Technologie von der Natur inspiriert

Der Gen-Editor basiert, wie so häufig, auf Beobachtungen in der Natur, nämlich auf der Art wie sich Bakterien vor Viren schützen. Sobald sich ein Virus einer Bakterie nähert und sie diesen erkennt, stossen Bakterien Enzyme aus, die einen Teil des Gencodes des Viruses als Gegenattacke abtrennen. Genau diese Vorgehensweise dient als Grundlage für den Gen-Editor, eine molekulare Schere quasi, die defekte Teile in der menschlichen DNA schonend abtrennen kann. Anbei seht ihr ein faszinierendes Video zu der neuen Gen-Technologie aus den USA.


Video zeigt die neue Gen-Technologie

Quelle: Telegraph

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