Der Genfer Autosalon ist seit jeher eher bekannt dafür, mit Superlativen um sich werfen. Noch größere SUVs, noch schnellere Sportflitzer … Dieses Jahr jedoch zeichnet sich auf der Automesse ein anderes Bild ab, das verdächtig zukunftsweisend wirkt: Zahlreiche Hersteller haben sich darüber Gedanken gemacht, wie wir uns möglichst umweltfreundlich und funktional im städtischen Raum bewegen können.


Der Fiat Centoventi auf dem Genfer Autosalon / Credits: By Alexander MiglOwn work, CC BY-SA 4.0, Link

Sogar die SUVs werden kleiner!

Noch bis zum 17. März läuft der diesjährige Genfer Autosalon, der seine ganz speziellen, ungewöhnlichen Höhepunkte mit sich bringt: Im Mittelpunkt standen ganz unverhofft eher die kleinen Elektroflitzer! Nebenbei fiel es auf, dass sogar die SUVs allmählich schrumpfen, deutlich sichtbar kehrt eine neue Rationalität ein. Die Aussteller blicken nun mehr darauf, was für den Normalverbraucher leistbar ist, unserer Atemluft guttut und möglichst wenig Platz wegnimmt. Es gibt eine auffällige Schwemme von E-Autos, beinahe jeder Hersteller zaubert in diesem Bereich etwas Neues, Alltagstaugliches aus dem Hut. Kunden und Händler geben sich optimistisch bis begeistert, die neuen Konzepte kommen insgesamt gut an.

Citroen und Honda mit ihren flotten E-Zwergen

Der AMI One von Citroen sticht optisch aus der Masse hervor. Er läuft natürlich elektrisch, schafft mit einer Ladung 100 Kilometer und fährt dabei höchstens 45 km/h schnell. Ein reines Stadtauto also, für den Weg zur Arbeit oder um kurz mal bei Freunden vorbeizuschauen. Den Zwerg soll es wahrscheinlich nicht für Einzelpersonen zum Kaufen geben, sondern er gönnt sich nach dem Willen seiner Produzenten ein schönes Leben als Leih- und Sharing-Fahrzeug. Der Honda Urban E hat seinen großen Auftritt noch in Form einer Studie, wird aber nächstes Jahr den Markt erobern. Er besitzt statt Seitenspiegeln Kameras.


Fiat, Share2Drive und Seat legen sich mächtig ins Zeug

Fiat punktet mit seinem schnuckeligen Centoventi, der den Panda ersetzen soll. Das modulare Design erlaubt es jedem Käufer, sich seinen Traumwagen individuell zusammenzustellen. Der Preis soll angeblich moderat sein. Das Aachener Start-up Share2Drive hat ebenfalls ein kleines Elektroauto konzipiert, das den netten Namen Sven trägt. Es misst stolze 2,50 Meter in der Länge und hat eine Reichweite von 140 Kilometern. Seine Schiebetür ermöglicht ein störungsfreies Ein- und Aussteigen auch an engeren Stellen. Der Minimo von Seat toppt sämtliche Konkurrenten, denn er ist der Kleinste unter den Mini-Cars. Wer mehr sehen will, schaut sich einfach das folgende Video an.

Aktueller Videobericht vom Genfer Autosalon

Quelle: orf.at 

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