Handys am Steuer zu benutzen, ist grundsätzlich streng verboten. Selbst an einer roten Ampel ist es nicht erlaubt, einen kurzen Blick auf das Display zu werfen. Tatsächlich dürften aber vor allem Fahrer, die alleine unterwegs sind, der Versuchung nicht immer widerstehen können. Dies belegen auch die Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes: Alleine im vergangenen Jahr kam es zu 360.000 registrierten Verstößen gegen das Handy-Verbot am Steuer. Praktisch wäre es dabei, wenn es einen digitalen Assistenten gäbe, der die Nutzung des Smartphones erlaubt, ohne dass der Fahrer die Hände vom Steuer und den Blick von der Straße nehmen muss. Genau an einer solchen Lösung arbeitet aktuell das Berliner Startup Germanautolabs.


Copyright: Germanautolabs
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Der digitale Assistent ist mit jedem Auto kompatibel

Dort soll eine Software entwickelt werden, die menschliche Interaktionsmodelle mit künstlicher Intelligenz verknüpft und so eine interaktive Kommunikation mit dem Fahrer ermöglicht. Dieser könnte dann beispielsweise während der Fahrt per Sprachsteuerung Google Maps aufrufen und überprüfen, ob er noch auf dem richtigen Weg ist. Der besondere Ansatz des deutschen Startups dabei: Der digitale Assistent kann in jede Automarke und jedes Modell integriert werden. Entwickelt und produziert wird die Software in Deutschland. Dazu hat das Startup eine interdisziplinäre Gruppe aus Entwicklern, UX/UI-Designern, Produktmanagern und Produktdesignern unter Vertrag genommen. Diese soll bereits im nächsten Jahr ein marktreifes Produkt für den Endkunden präsentierten können.

Das Startup konnte bei Investoren zwei Millionen Euro einsammeln

Gegründet wurde das junge Unternehmen von Holger Weiss und Patrick Weissert. Die beiden Gründer konnten inzwischen auch die ersten namhaften Investoren für das Projekt begeistern: Verschiedene Business Angel und der Münchener Risikokapitalgeber Target Partners investierten rund zwei Millionen Euro in das Startup. Dieses Geld und die Expertise der Investoren soll nun genutzt werden, um aus der guten Idee möglichst schnell ein fertiges Produkt zu machen und dieses erfolgreich auf den Markt zu bringen. Denn die Zeit drängt natürlich ein bisschen: Sobald selbstfahrende Autos den Durchbruch geschafft haben, kann der Fahrer auch selbst wieder gefahrlos zum Handy greifen.


Via: Germanautolabs

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