US-Präsident Donald Trump stieß mit seiner Entscheidung, aus dem Weltklimavertrag von Paris auszusteigen, international auf eine breite Front der Ablehnung. Aber auch im eigenen Land war Kritik deutlich zu vernehmen. Zahlreiche Städte und einige Bundesstaaten kündigten an, ihre Bemühungen in Sachen Klimaschutz unbeirrt fortsetzen zu wollen. Der US-Bundesstaat Hawaii hat diesen Worten nun Taten folgen lassen und sich per Gesetz selbst zur Erfüllung der Pariser Vorgaben verpflichtet. Um genau zu sein, unterzeichnete Governor David Y. Ige gleich zwei Gesetze. So verpflichtet sich der Bundesstaat auf der einen Seite, die Klimaemissionen so zu reduzieren, wie dies im Pariser Vertrag vorgesehen ist. Zum anderen soll eine Task Force ins Leben gerufen werden.


Vom Klimawandel bereits heute betroffen und daher an der Spitze der Gegner von Präsident Trump: Ein Blick auf die Inseln Hawaiis aus dem Weltall.

Weitere Staaten haben bereits ähnliche Schritte angekündigt

Diese hat die Aufgabe, Lösungen zu entwickeln, um die Böden und die Luft des Bundesstaats von Schadstoffen zu befreien. Die faktischen Auswirkungen des Gesetzes dürften eher gering sein. Hawaii ist einer der kleinsten US-Bundesstaaten und verursacht schon heute nicht übermäßig viele Klimaemissionen. Aus politischer Sicht könnte der Schritt aber sehr große Wirkung entfalten. Denn es ist gut möglich, dass bald weitere Staaten dem Beispiel folgen. Ein heißer Kandidat wäre beispielsweise Kalifornien. Der mit Abstand wirtschaftlich stärkste Bundesstaat gehörte zu den größten Kritikern von Trumps Entscheidung und hat bereits mit dem Aufbau eines Netzwerks begonnen, um die Pariser Vereinbarung per Selbstverpflichtung mit Leben zu füllen.

Hawaii hat bereits heute mit einem steigenden Meeresspiegel zu kämpfen

Dass Hawaii als erster Staat sich auch offiziell weiter dem Kampf gegen den Klimawandel verschreibt, ist natürlich kein Zufall. Der Bundesstaat besteht ausschließlich aus Pazifikinseln, die etwa von steigenden Meeresspiegeln vermutlich als erstes betroffen wären. Tatsächlich ist dies sogar teilweise jetzt schon der Fall, weil Frischwasserquellen nicht mehr genutzt werden können. Governor Ige hatte daher bei der Verabschiedung der beiden Gesetze auch eine klare Botschaft: „Der Klimawandel ist real – unabhängig davon, was andere behaupten“. Dieser Seitenhieb galt Präsident Trump, der in der Vergangenheit den Klimawandel leugnete und sogar als eine Verschwörung der Chinesen bezeichnete.


Via: Inhabitat

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.