Draußen blüht und grünt es ganz wunderbar – und das herrliche Sonnenwetter weckt nicht nur in den Pflanzen fröhliche Frühlingsgefühle! Erstaunlich vieles, was ihr am Wegesrand oder in eurem Garten wild wachsen seht, ist essbar und sogar ziemlich gesund. Mein Gedanke: Warum eigentlich immer in den Supermarkt laufen und dort Salat kaufen, schließlich gibt es mehr als genug Wildpflanzen, die in früheren Zeiten ganz selbstverständlich auf den Speiseplan gehörten!


Erstaunlich vieles, was wild im Garten wächst, ist essbar und gesund. / Foto: Yvonne Salmen

Mein natürlicher Vitamingarten – andere würden es »Unkraut« nennen

Ich habe heute mal den Frühling so richtig ausgenutzt und mit einem Wildpflanzenbuch bewaffnet den Garten durchstöbert. Schließlich wächst bei mir mehr als genug »Unkraut« – zumindest würden es die Nachbarn so nennen. Ich selbst nenne es ab heute meinen natürlichen Vitamingarten, denn was sich dort finden lässt, schmeckt nicht nur oftmals reichlich lecker, sondern liefert auch viele gesunde Nährstoffe. Da wäre zum Beispiel das ganz profane Gänseblümchen, dessen Blüte ein wenig an Schnittlauch erinnert. Und auch die Taubnessel, die es sich in einem meiner Blumenbeete gemütlich gemacht hat, habe ich heute zum ersten Mal im Leben probiert: Ihr Geschmack erscheint mir ein wenig strange, aber gar nicht mal so schlecht. Als Kind pflückte ich oft die kleinen weißen Blüten ab und saugte den süßen Nektar daraus, doch aktuell ist es für solche Genüsse noch ein wenig früh im Jahr.

Warum bin ich an diesen Köstlichkeiten so oft vorbeigelaufen?

Der Spitzwegerich wandert ebenfalls in meine Salatschüssel. Letztes Jahr habe ich gelernt, dass seine zerriebenen Blätter absolut genial gegen Brennnesselstiche wirken! In Speisen verwendet man ihn nur klein zerstückelt und wohldosiert. Gundermann wuchert bei mir an jeder Ecke, doch bis heute kannte ich nicht einmal seinen Namen: Er soll wunderbar gegen Entzündungen wirken, sein Name leitet sich von dem alten Wort für »Eiter« ab. An der anderen Gartenecke finde ich noch Löwenzahn und Bärlauch, dann ist die Salatschüssel schon voll! Auf Rezepte achte ich jetzt mal nicht, ich probiere nach dem Waschen von jedem ein bisschen und stelle meinen Salat nach eigenem Geschmack zusammen. Ein Dressing aus Zitronensaft, Öl, ein wenig Senf, süßem Honig, Pfeffer und Salz rundet das Ganze ab, dazu noch ein paar Sonneblumenkerne – und ich bin begeistert! Warum bin ich an diesen gesunden Köstlichkeiten nur so viele Jahre lang Tag für Tag vorbeigelaufen?


Ein schönes Video über den Gundermann, einem neuen Bekannten von mir!

Googelt euch einfach mal durchs Netz und lest nach, wie gesund das alles ist! Pflückt eure Wildpflanzen aber nicht am Straßen- oder Wegrand, wo sie wahrscheinlich mit Abgasen und Hundekot in Berührung gekommen sind. Geht besser raus in die Natur oder in den Garten und wascht vor dem Genuss alles erst ab!

Quelle: Selbstversuch 🙂

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