Intervallfasten ist schwer in Mode. Wer nach diesem Modell abnehmen will, der integriert längere Essenspausen in den Alltag, indem er entweder die Nahrungsaufnahme auf ein Zeitfenster von acht Stunden begrenzt oder zwei komplette Fastentage pro Woche einführt. Forscher des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg haben den Effekt der Intervalldiät mit einer herkömmlichen Reduktionsdiät verglichen und kamen zu dem Ergebnis, dass beide Diätformen vergleichbare Auswirkungen auf das Körpergewicht und den Stoffwechsel übergewichtiger Menschen haben.


dicker Bauch

Intervallfasten ist in Mode

Den Fastenphasen beim Intervallfasten wird nachgesagt, dass sie den Stoffwechsel verändern und Erkrankungen wie Diabetes und Krebs vorbeugen können. „ Tatsächlich gibt es erst wenige kleinere Studien zum intermittierenden Fasten, die aber mit verblüffend positiven Effekten für die Stoffwechsel-Gesundheit aufwarten. Das hat uns neugierig gemacht und wir wollten wissen, ob sich diese Effekte auch in einer größeren Patientengruppe und über einen längeren Zeitraum nachweisen lassen„, so Ruth Schübel vom Deutschen Krebsforschungszentrum.


Für ihre Studie rekrutierten die Forscher 150 übergewichtige und fettleibige Erwachsene, die in drei Gruppen eingeteilt wurden. Ein Drittel der Probanden ernährte sich drei Wochen lang nach einer normalen Reduktionsdiät mit einer Verringerung der Kalorienaufnahme um 20 Prozent. Die weite Gruppe ernährte sich nach dem 5:2-Programm, also fünf Tage normale Nahrungsaufnahme und zwei Tage fasten. Auch bei diesem Programm wurden über die Woche gesehen 20 Prozent der Kalorien eingespart. Die dritte Gruppe schließlich verfolgte keinen bestimmten Diätplan, sollte sich jedoch ausgewogen ernähren.

Im Anschluss an die Diätphase verfolgten die Forscher über insgesamt 38 Wochen Gewicht und Gesundheitszustand der Probanden.

Intervallfasten bringt gleiche Ergebnisse wie eine klassische Diät

Im Ergebnis verbesserte das Intervallfasten den Gesundheitszustand der Teilnehmer ebenso wie die klassische Reduktionsdiät. „ Bei den Probanden beider Gruppen verringerte sich mit dem Körpergewicht das viszerale Fett, also das ungesunde Bauchfett, ebenso wie die Fettablagerungen in der Leber„, so Schübel. Auch bezüglich des Stoffwechsels und anderen Biomarkern zeigte sich kein Unterschied. Die Forscher untersuchten außerdem die Aktivität von 82 Genen in adipösem Gewebe, die mit chronischen Erkrankungen assoziiert werden. Auch hier ergaben sich keine Unterschiede.

Die Forscher konnten den Hype um das Intervallfasten damit nicht untermauern. Aber sie konnten zumindest zeigen, dass diese Diätmethode nicht schlechter ist als eine herkömmliche Reduktionsdiät. „ Zudem scheint es, dass es einigen Menschen leichter fällt, an zwei Tagen sehr diszipliniert zu sein, anstatt jeden Tag Kalorien zu zählen und sich einzuschränken„, erklärt Mitautor Tilman Kühn. Diese Erkenntnis zeigt, dass weniger die Diätform für den Erfolg ausschlaggebend ist, sondern die Frage, ob die Diät zu dem Diätwilligen passt und dieser die notwendige Disziplin mit sich bringt. Die Gesundheit übergewichtiger Menschen wird in jedem Fall von einer Gewichtsreduktion profitieren.

via Deutsches Krebsforschungszentrum

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